Geblättert: „Ethik für die Soziale Arbeit und helfende Berufe“ von Thomas Schäfer

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Ethik für die Soziale Arbeit und helfende Berufe. Eine Einführung in ethisches Denken, Handeln und philosophische Reflexion

von Thomas Schäfer

 

Über das Buch

Wie verhalte ich mich, wenn ich vor einem beruflichen Dilemma stehe? Wie werde ich meinen Klientinnen und Klienten gerecht – und auch mir selbst? Ethisch kompetentes Denken und Handeln ist im sozialarbeiterischen Alltag immer wieder gefragt. Dieses Lehrbuch präsentiert wichtige Grundlagen für professionell-verantwortliches ethisches Denken und Handeln im Bereich Sozialer Arbeit. Neben ethischen Grundbegriffen und Theorien erläutert der Autor auch Themen wie Menschenrechte und Achtsamkeit, immer zugeschnitten auf die Bedürfnisse angehender Sozialarbeiter*innen. Übungen regen zum Mitdenken an und helfen dabei, entsprechende professionelle Haltungen einzuüben.

Leseprobe: S. 120-126

 

4.2 Selbstreflexion und seelische Gesundheit

 Wir kommen jetzt zu einer Art der Selbstreflexion, die sich im Rahmen der antiken Lebenskunst findet. In diesen philosophischen und psychologischen Weisheitslehren sind verschiedene Formen der Selbstuntersuchung und insbesondere der Analyse eigener Affekte38 und Gedanken entwickelt worden, die zugleich eine Form der kritischen Selbstreflexion darstellen. Bei besagter Lebenskunst handelt es sich um Analysen und Diagnosen der inneren Vorgänge von Menschen, aber auch um psychologische und philosophische Ratschläge, um das Leben geistig und seelisch gesünder führen zu können.

Zur Erreichung dieses Ziels haben diverse antike Philosoph_innen zunächst die Hindernisse für ein glücklich-gesundes Leben aufgedeckt und gezeigt, mit welchen seelisch krankmachenden Einstellungen, Haltungen oder „Glaubenssätzen“39 wir häufig belastet sind. Aber sie haben auch deutlich gemacht, dass wir diese auf der Basis ihrer Einsichten durch „gesündere“ ersetzen können. Insgesamt gesehen handelt es sich also um eine Kombination aus Selbstreflexionen, Diagnosen sowie Ratschlägen für ein geistig und seelisch gesundes Leben.

Was hat dies alles nun mit der Sozialen Arbeit und den helfenden Berufen zu tun? Bekanntlich sind die darin professionell Tätigen in ihrer psychischen und physischen Gesundheit stark durch Überlastungen und Stress gefährdet. Hier kann die antike Lebenskunst sehr hilfreich sein, weil sie sich ja den Erhalt seelischer Gesundheit und eine Art von „Psychohygiene“ zur Aufgabe gemacht hat. Auch deshalb soll dieses Gedankengebäude hier ausführlich dargestellt werden.

Wir lassen uns dabei durch das Buch „Denken heilt!“ von Albert Kitzler (2017) leiten. Darin hat der Autor viele der Selbsterkundungen, Reflexionen und Ratschläge aus verschiedenen alten Traditionen aus Ost und West zusammengestellt und aufgeschlüsselt. Einige davon werden im Folgenden beispielhaft vorgestellt und auf ihre Relevanz für unser Leben insgesamt, aber speziell auch für die sozialen Berufe hin betrachtet.

 

4.2.1 Umgang mit Ärger und Wut

Wir wollen uns diese beiden eng zusammenhängenden negativen Affekte im Folgenden beispielhaft näher ansehen. Dabei ist zunächst festzustellen, 121 Ärger und Wut psychische Zustände sind, die uns in der Regel nicht guttun, in die wir uns aber dennoch immer wieder verstricken. Wobei nicht übersehen werden soll, dass solche Affekte in bestimmten Situationen durchaus verständlich und nachvollziehbar sein können, etwa bei moralischer Empörung, bei Reaktionen auf Ungerechtigkeiten oder auch bei dem viel zitierten „Sich-Luftmachen“ aufgrund von Anspannungen.

In beruflichen Handlungssituationen sind derartige Affekte allerdings eher schädlich, sofern sie unser Urteilsvermögen beeinträchtigen oder dazu beitragen, dass Konfliktsituationen eskalieren und menschliche Beziehungen beschädigt werden. Darüber hinaus können sie sich auch auf unsere psychische Verfassung und Gesundheit dauerhaft negativ auswirken, mit den möglichen Folgen von Zynismus, Ignoranz oder Erhabenheit. Wir haben also gute Gründe, uns kritisch mit unserer Neigung zu derartigen Affekten auseinanderzusetzen und uns genauer anzusehen, wie das antike Denken sie zu analysieren und zu reflektieren vorschlägt und welche Hilfen es hier anzubieten hat.

 

Erklärungen

Die antike Philosophie hat sich vor allem damit beschäftigt, wie sich derartige unheilsame Affekte verhindern lassen. Mit „verhindern“ ist jedoch nicht gemeint, dass die Affekte oder Emotionen unterdrückt oder verdrängt werden sollten. Sind sie nämlich bereits vorhanden, wäre ein solcher Umgang mit ihnen bekanntlich eher schädlich für unser Wohlbefinden und darüber hinaus wäre dies auch – ganz im Widerspruch zur Grundhaltung des antiken Denkens – „das Gegenteil von aufrichtiger Selbsterkenntnis“ (ebd., S. 105). Wie lassen sich diese negativen Affekte und Gefühle aber verhindern? Es liegt nahe, dass dies am besten erreicht werden kann, indem man ihre Ursachen beseitigt. Und so wendet sich das antike Denken vornehmlich auch „nicht an die Gefühle, sondern an diejenigen Schichten der Seele, aus denen sie kommen“ (ebd., S. 106), denn dort liegen deren Ursachen, die es ja zu verhindern gilt. Als drei der wichtigsten Ursachen bzw. Quellen unserer negativen Affekte werden in diesem Kontext die folgenden genannt:

  • Verletzung unserer „Selbstliebe“40
  • Frustration unserer Wünsche
  • Unbeherrschtheit

Häufig geraten wir ja tatsächlich in Ärger oder Wut, wenn wir (1.) in unserem Stolz, unserer Eitelkeit oder unserem Narzissmus gekränkt werden, etwa dadurch, dass wir von anderen missverstanden, gedemütigt, schlechtgeredet oder angegriffen werden. Aber auch dann, wenn wir (2.) nicht bekommen, was wir wollen, wenn die Welt oder die anderen „nicht mitspielen“, geraten wir in Frustrationen und infolgedessen immer wieder in jene Affektlagen.41 Dies allerdings nur dann, wenn wir (3.) sie nicht zu beherrschen vermögen oder sie auch gar nicht beherrschen wollen.

Diese Ursachen von Ärger und Wut zu erkennen, ist ein erster wichtiger Schritt, um uns selbst in derartigen Zuständen besser zu verstehen und ihnen nicht unbedacht ausgeliefert zu sein. Bei dieser ersten Stufe der Selbstreflexion handelt es sich zunächst um eine bloß beschreibend-erkennende und diagnostische: Wir erkennen dabei, welche Persönlichkeitszüge – etwa übermäßige Selbstliebe und Willensstärke – wir in uns tragen, was uns bis dato weniger oder gar nicht bewusst war. Wir haben uns damit also zunächst einmal einen Zugang zu uns selbst erschlossen.

 

Kritische Selbstreflexion

Eine kritische Selbstreflexion kommt im nächsten Schritt dadurch zustande, dass wir unsere Einsichten nun bewerten, dass wir die an uns entdeckten Persönlichkeitszüge problematisieren, jedenfalls sofern sie unsere Lebensqualität einschränken. Mittels kritischer Selbstreflexion bringen wir uns also nicht nur in eine beobachtende Distanz zu uns selbst, sondern auch in eine ethische: Wir bewerten uns selbst in unserem gegenwärtigen So-Sein auf der Basis ethischer Ansprüche an unser eigenes Leben. Und wir können infolgedessen Regeln aufstellen, die einen Einklang von Anspruch und Wirklichkeit herzustellen vermögen.

 

Ratschläge

Welche praktischen Regeln und Ratschläge hat das antike Denken nun aus der Analyse der negativen Affekte und ihrer Ursachen abgeleitet? Was empfiehlt es uns, um sie zu bekämpfen? Albert Kitzler hebt u.a. die folgenden Empfehlungen hervor (ebd., S. 103ff.):

  • Verzichte auf unmittelbare Reaktionen!
  • Beziehe Feindseligkeiten nicht auf dich!42
  • Prüfe dich selbst und lerne verstehen!
  • Sei nicht verbissen in deinem Wollen!

Wenn Sie sich die obigen Ursachen für unsere negativen Affekte noch einmal ansehen, werden Sie nachvollziehen können, warum gerade diese Ratschläge gegeben worden sind. So ist es ja z.B. sehr plausibel, dass wir die Frustration unserer Wünsche und den damit verbundenen Ärger dadurch abstellen können, dass wir von unserem „verbissenen“ Wollen ablassen. Und ebenso nachvollziehbar ist es, dass wir unsere Unbeherrschtheit regulieren können, wenn wir auf unmittelbare Reaktionen verzichten.

Da an dieser Stelle nicht näher auf die genannten Ratschläge eingegangen werden kann – wobei der Ratschlag „Beziehe Feindseligkeiten nicht auf dich!“ im Folgenden noch näher untersucht wird –, sei Ihnen deshalb die sehr lohnende Lektüre des Textes selbst empfohlen. Zum Abschluss dieses Unterkapitels soll zusammenfassend nur noch folgendes festgestellt werden:

 

Fazit

Die kritische Selbstreflexion der eigenen Affekte hat uns vor Augen geführt, dass wir unser aller Leben in Richtung auf weniger seelisches Leiden und Unglück verändern können. Dies ist jedenfalls dann möglich, wenn es uns gelingt,

  1. unsere Affekte zunächst einmal wahrzunehmen,
  2. ihre erklärenden Ursachen zu erkennen,
  3. diese dadurch zu beherrschen, dass wir unsere Haltungen ändern und uns ethische Maximen verordnen, die das Aufkommen all jener unguten Seelenzustände zu verhindern vermögen.

Dies alles ist sicherlich nicht einfach, doch dort wo es gelingt, können wir an uns selbst und an unseren Beziehungen zu anderen entsprechend mehr Gelassenheit, Entspanntheit sowie inneren und äußeren Frieden beobachten. Die folgenden Worte des Buddha haben dies im Sinn, wenn sie bemerken: „Die Unwissenden sehen es nicht ein, Dass man im Streit sich zügeln muss. Aber wenn du klar erkennst, Dann kommt in dir alles Streiten zur Ruhe.“43

 

4.2.2 Bedeutung für die sozialen Berufe

Bei der Arbeit mit Menschen ist man neben Dankbarkeit immer wieder auch verschiedensten Anfeindungen durch Klienten bzw. Patienten, aber auch durch Mitglieder des eigenen Teams und durch die Gesellschaft ausgesetzt. Dies ist vornehmlich dort der Fall, wo die Klienten und Patienten sich nicht gut gesehen fühlen oder wo sie den Eindruck haben, ihre Situation und ihr Wohl werde nicht hinreichend wahrgenommen oder berücksichtigt. Dadurch gerät man – in Reaktion auf die Anfeindungen – leicht in die Gefahr, in die angesprochenen „ungesunden“ Affekte von Ärger oder Wut und negative Haltungen, wie Missgunst oder Verachtung, hineinzugeraten.

Umso wichtiger ist es, in derartigen Situationen in besonderer Weise auf sich selbst und die eigene psychische Gesundheit sowie auf die damit verbundenen Beziehungsdynamiken zu achten und mit all dem auch „achtsam“ in dem anspruchsvollen Sinne von Kap. 3.1 umzugehen. Insofern ist es, wie schon eingangs bemerkt, gerade auch im Bereich sozialer Tätigkeiten hilfreich, das oben vorgestellte Angebot der antiken Lebenskunst und ihrer Ratschläge zu beherzigen. Doch zurecht werden Sie vielleicht denken, dass dies leichter gesagt als getan ist, dass die Einsicht das eine ist, die praktische Anwendung aber doch etwas anderes. Deshalb wollen wir im Folgenden an einem Beispiel noch einmal genauer erkunden, wie die Praxis der Selbstreflexion dabei helfen kann, derartige Ratschläge auch praktisch umzusetzen.

 

Situationsanalysen

Beispiel 4.2: Feindschaft, Ärger und Wut

Als Beispiel wählen wir den Ratschlag „Beziehe Feindseligkeiten nicht auf dich!“. Ergänzt wird er durch die weitere Empfehlung, nach Gründen für die Angriffe in der feindseligen Person zu suchen. Man soll sich also von sich selbst, von der eigenen möglichen Verletzung, abwenden und sich dem Gegenüber verstehend zuwenden.

Was müssen wir aber tun, um dazu in der Lage zu sein?

Zunächst wäre in einem ersten Reflexionsschritt zu fragen: Über was genau ärgern wir uns eigentlich, wenn wir uns über das ärgern, was jemand auf feindselige Weise gesagt oder getan hat? Worauf genau richten sich unsere Wut oder gar unser Hass? Hier gibt es mindestens die beiden folgenden, häufig wahrzunehmenden Möglichkeiten44:

  1. Wir ärgern uns über den Charakter oder die Handlungsweise, also über die Person.
  2. Wir sind ärgerlich oder wütend darüber, dass wir „schlechtgemacht“ wurden, also über die Kränkung und Herabsetzung unserer Person.

Wo dies so ist, wo wir die Anfeindungen also einerseits unserem Gegenüber zuschreiben und uns andererseits von ihnen treffen lassen – und uns ja nur deshalb darüber ärgern –, da reagieren wir auf sie häufig, mehr oder weniger bewusst, mit solchen oder ähnlichen Gedanken bzw. Sätzen:

  1. „Dieser Mensch ist ja schrecklich und ärgerlich. Wie kann man nur so sein!“,
  2. „Von dem lasse ich mich nicht kleinmachen. Das lasse ich so nicht stehen!“.

Was bedeuten diese Reaktionen? Sie zeigen uns, dass wir in solchen Fällen die Situation einerseits moralisch und andererseits machtpsychologisch wahrnehmen, dass wir also 1. moralisch über den Anfeindenden urteilen und dass wir uns 2. in einer Art (innerem) Machtkampf mit ihm sehen. Dadurch wird auch verständlich, warum wir selbst ihn nun in einer Art Gegenangriff – mittels der beiden vorigen Gedanken – (innerlich) anfeinden, um unserer Verletzung und unserer Herabsetzung zu begegnen. Und darin deutet sich bereits die Möglichkeit einer Art von Konfliktspirale an.

Der Ratschlag des antiken Denkens besagt ja, dass wir von unseren überzogenen Eitelkeiten ablassen sollten, um damit die Ursachen des Ärgers und all der negativen Affekte zu beseitigen. Dieser Weg würde sicherlich zum Ziel führen, aber er ist doch derart anspruchsvoll, dass seine Umsetzung eher unrealistisch erscheint. Wir wollen diese Strategie im Folgenden deshalb um noch einen anderen Weg ergänzen, der als kritisch reflektierende Gedankenanalyse bezeichnet werden kann. In dem Beispiel 4.2 sind wir ja auf zwei Formen der Wahrnehmung gestoßen – die moralische und die machtpsychologische –, die als Gründe für unseren Ärger angeführt werden konnten. Wenn wir die Situation der Anfeindung auf diese Weise wahrnehmen, so die Behauptung, dann sind Verletzung, Ärger und Wut sozusagen vorprogrammiert.

 

Kritische Gedankenanalyse

Die kritischen Gedankenanalyse geht deshalb noch einen Schritt weiter, um auch hier die Ursachen und Quellen aufzudecken, die all dem zugrundeliegen. Dabei fragt sie zunächst nach den Gedanken bzw. Vorstellungen, die hinter der Wahrnehmung der Feindseligkeit stehen und diese hervorbringen. Wobei wir davon ausgehen, dass es i.d.R. (unbewusste) Gedanken sind, die unsere Wahrnehmung ganz wesentlich mitbegründen.

Wir stoßen dabei auf zwei theoretische Gedanken, die wir offenbar (unbewusst) in uns tragen:

  1. Der Gedanke, dass man im unguten Verhalten eines Menschen dessen ganze Person erkennt.45 Diese erscheint uns deshalb dann als ganze schlecht und ärgerlich, und nicht nur ihr Verhalten, sodass wir mit ihr in Konflikt und über sie in Ärger geraten.
  2. Der Gedanke, dass man von der Anfeindung tatsächlich verletzt, angegriffen oder schlechtgemacht wird, weil die Anfeindung die Macht hat, uns zu verletzen.

Dieser zweite Gedanke übersieht, dass Feindseligkeiten nur dann ihre Macht entfalten können, wenn es etwas in der betroffenen Person gibt, das sie dafür empfänglich macht, etwa ein schwaches Selbstwertgefühl oder Selbstzweifel, sodass die Feindseligkeit „uns trifft“. Nur in solchen Fällen hat sie also eine gewisse Macht, nicht aber an sich selbst.

Es sind offenbar diese beiden Gedanken, die besagte Wahrnehmungen und Reaktionen der angefeindeten Menschen hervorbringen. Hätten sie diese beiden Sichtweisen nämlich nicht in sich, dann würden sie die Anfeindungssituation wohl auch nicht in der oben beschriebenen Weise moralisch und machtpsychologisch wahrnehmen und entsprechend aggressiv reagieren. Vielmehr würden sie sich dann mit größerer innerer Ruhe und Gelassenheit z.B. folgende Fragen stellen können:

  • Warum handelt die andere Person wohl so feindselig?
  • Was hat die feindselige Äußerung eigentlich mit mir zu tun, und was sagt sie über die Betreffende selbst aus?
  • Was hat dies evtl. mit ihrer aktuellen Lebenssituation zu tun?
  • Was an mir hat sie möglicher Weise dazu provoziert?

Mit einer solchen alternativen Einstellung gegenüber Menschen und ihren Beziehungen würden wir diese nicht nur anders wahrnehmen, sondern wir hätten damit idealer Weise auch keine Gründe mehr für unseren Ärger und unsere Wut. Vielmehr wäre sogar Raum und Energie für Empathie und Mitgefühl gegeben, die ansonsten durch die affektive Erregung wohl eher blockiert wären.

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38 Es kann und soll hier – wie auch in der Literatur – nicht präzise zwischen Affekt, Emotion und Gefühl unterschieden werden und in der Regel wird im Folgenden der Begriff „Affekt“ verwendet.

39 Von „Glaubenssätzen“ und ihren krankmachenden Folgen spricht man heutzutage auch in therapeutischen Kontexten.

40 Unter „Selbstliebe“ ist hier nicht das gesunde Selbstwertgefühl zu verstehen, sondern das, was heute und im Folgenden dann auch mit „Narzissmus“ bezeichnet wird.

41 Vgl. dazu Kap. 3.1.1, v.a. die Beispiele 3.1 und 3.2!

42 An späterer Stelle (Kap. 4.2.2) werden Sie sehen, dass dieser Ratschlag nicht so gemeint ist, dass wir uns z.B. gegen berechtigte Kritik mit Ignoranz immun machen sollten.

43 Thich Nhat Hanh, 1998, S.18

44 Bitte bedenken Sie, dass es sich bei der Darstellung der Situation nur um eine Möglichkeit unter anderen, wenn auch eine sicher sehr naheliegende, handelt.

45 Vgl. Kap. 1.2.3

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Thomas Schäfer: Ethik für die Soziale Arbeit und helfende Berufe. Eine Einführung in ethisches Denken, Handeln und philosophische Reflexion

 

 

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