Die globale Ordnung steht vor großen Herausforderungen: Klimawandel, wachsende Ungleichheit und geopolitische Spannungen prägen die Schlagzeilen. Doch während viele von einer Rückkehr der Großmachtpolitik und dem Ende einer regelbasierten internationalen Ordnung sprechen, zeigt die neue Buchreihe Globale Trends: Perspektiven für Entwicklung und Frieden, wie nachhaltige Entwicklungsprozesse gefördert werden können.
Im Interview erklärt Mitherausgeberin Dr. Cornelia Ulbert, was sie zur Gründung der Reihe inspiriert hat und was Leser*innen erwarten dürfen.
Dr. Cornelia Ulbert ist seit 2006 Wissenschaftliche Geschäftsführerin des Instituts für Entwicklung und Frieden (INEF) an der Universität Duisburg-Essen und promovierte Politikwissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Internationale Beziehungen. Einer ihrer Arbeitsschwerpunkte liegt im Bereich Global Governance und hierbei insbesondere auf nicht-hierarchischen Formen des Regierens, Prozessen der Regelsetzung (Norm-Setting) und Regeldurchsetzung (Compliance). Sie untersucht unter anderem die Rolle privater Akteure und die Frage der Beteiligung von Zivilgesellschaft an globalen Politikprozessen, vor allem in der globalen Gesundheitspolitik.
Ihre wissenschaftlichen Stationen umfassen die Universitäten Mannheim und Konstanz, das Europäische Hochschulinstitut Florenz sowie die Freie Universität Berlin.
Angesichts sich wandelnder globaler Machtstrukturen und Ordnungsvorstellungen zeigt die Reihe auf, dass regelbasierte Zusammenarbeit weiterhin notwendig und möglich ist, um die vielfältigen globalen Herausforderungen anzugehen. Auf der Grundlage längerfristiger Trends erläutern die Beiträge, wohin sich eine gemeinsame globale Problembearbeitung in ausgesuchten Themenfeldern entwickeln kann.

Cornelia Ulbert, Marcus Kaplan (Hrsg.):
