„Die personalisierte Betreuung bei Budrich ist für mich sehr wertvoll!“ – Hans Bertram über #20jahrebudrich

20 Jahre Budrich Hans Bertram

Seit 20 Jahren Ihr Publikationspartner für die Sozialwissenschaften: 2024 feiert der Verlag Barbara Budrich runden Geburtstag! Über das Jahr hinweg erzählen wir davon, was den Verlag in dieser Zeit bewegt und geprägt hat, lassen unsere Partner*innen zu Wort kommen und feiern mit Ihnen – live und digital hier auf unserem Blog und den Social-Media-Kanälen. Heute spricht Beiratsmitglied Hans Bertram über die Zusammenarbeit.

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Lieber Hans Bertram, bitte stellen Sie sich unseren Leser*innen kurz vor.

Nach Promotion in Düsseldorf, Habilitation in Heidelberg und Professur an der Universität der Bundeswehr in München war ich zehn Jahre Direktor des deutschen Jugendinstitut in München, danach wechselte ich an die Humboldt Universität zu Berlin und war fünf Jahre lang Vorsitzender der Kommission zur Analyse des Transformationsprozess in den neuen Bundesländern (KSPW), war Vorsitzender der Kommission zur Erstellung des siebten Familienberichtes, der das einkommensabhängige Elterngeld begründet hat, und habe seit 2005 im Abstand von 2-3 Jahren für UNICEF-Berichte zum kindlichen Wohlbefinden in Deutschland im europäischen Vergleich verfasst.

 

Wie lange kennen Sie den Verlag Barbara Budrich? Wie kam es zum ersten Kontakt?

Das deutsche Jugendinstitut hatte zu jener Zeit noch einen eigenen Verlag und da ich als Wissenschaftler der Meinung war, ein staatlich finanziertes Institut sollte keinen eigenen Verlag haben, begann der Kontakt mit dem Vater von Barbara Budrich und dem Verlag, Leske + Budrich, der die verlegerischen Aktivitäten des DJI übernahm. Auch die Betreuung der Schriftenreihe der KSPW und die Reihe zur Lebenslage von Familie und Kindern beim DJI wurden in Kooperation mit Leske + Budrich gestaltet. Was lag näher, als die gute Kooperation mit dem Vater auch mit der Tochter fortzusetzen. Von der Publikation mit meiner Frau, Familie, Sozialisation und die Zukunft der Kinder, über die überforderte Generation bis zur Zukunft mit Kindern, Zukunft für Kinder, UNICEF Bericht zur Lage der Kinder in Deutschland, habe ich bis heute das Gefühl, dass der kooperative und offene Umgang des Verlages mit einem Autor eine gute und vielversprechende Grundlage für die Zusammenarbeit ist.

alle Publikationen von Hans Bertram bei Budrich

 

Lieber Hans Bertram, was ist Ihnen aus der Zusammenarbeit mit uns besonders in Erinnerung geblieben?

Wenn man große Forschungsprojekte und damit im Zusammenhang Texte und Bücher verfasst, ist man heilfroh, wenn die Frage der Publikation und alle damit zusammenhängenden Diskussionen immer mit derselben Person besprochen werden können. Große Verlage, deren Entscheidungsprozesse für den Außenstehenden nicht wirklich nachvollziehbar sind, waren nie mein Ding. Eine personalisierte Betreuung in einem kleineren Verlag ist für mich subjektiv immer wichtiger gewesen, als unbedingt in irgendeiner bedeutenden Reihe eines großen bedeutenden Verlages präsent zu sein.

 

Wie würden Sie die Zusammenarbeit mit uns in einem Satz zusammenfassen?

Trotz aller Technik, den neuen und vielfältigen Möglichkeiten elektronisch zu publizieren, hoffe ich, dass diese personalisierte Kommunikation zwischen Verleger/Verlegerin und Autor/Autorin bestehen bleiben kann.

 

Was möchten Sie uns noch mit auf den Weg geben?

Niemand weiß, wie in 20 Jahren publiziert wird. Aber auch in 20 Jahren werden Autoren vor den gleichen Herausforderungen stehen, wenn sie Manuskripte verfassen und diese publizieren wollen. Ich hoffe, dass Barbara Budrich mit ihrer Mannschaft/Frauschaft diese neue Spannung im Interesse der Autoren und Leser konstruktiv bewältigt und mitgestalten kann. Das wird nicht einfach sein, aber es lohnt sich.

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Das Verlagsjubiläum auf unserem Blog …

… finden Sie unter der Rubrik 20 Jahre Budrich.

 

© Foto Hans Bertram: privat | Titelbild gestaltet mit canva.com