Wissenschaftsverlage und wissenschaftliches Publizieren – BBAW-Blog

Die Berlin Brandenburgische Akademie der Wissenschaften hatte mich eingeladen, auf ihrem Blog einen Kommentar zu ihren Empfehlungen abzugeben. Dem bin ich gern nachgekommen. Ich setze mich in meinem Blog-Beitrag mit dem Verhältnis zwischen wissenschaftlichen Fachverlagen und der Wissenschaft auseinander. Mit dem Verhältnis der Wissenschaften und den „Erbsenzählern“. Und mit dem großen Unterschied zwischen Konzernverlagen und wissenschaftlichen Fachverlagen:

Ein wissenschaftlicher Fachverlag versteht seine Rolle im Publikationsprozess als Begleiter des Autors, der Autorin im Publikationsprozess. Dabei ist der Verlag Dienstleister für die Wissenschaft. Die Merkmale dieser Fachverlage sind neben Qualitätskontrolle und Begleitung im Publikationsprozess auf Augenhöhe, ein wertschätzender Umgang sowohl mit den
Autorinnen und Autoren als auch mit den anvertrauten Manuskripten. Die Dienstleistungen, die einen echten Fachverlag zum Beispiel von einem Dissertationsverlag unterscheiden, reichen von Beratung und Betreuung über Pressearbeit und Marketing bis hin zu Kongresspräsenz und Vertriebsarbeit. Der Verlag lebt in diesem Zusammenhang von seiner Reputation und unterstützt damit die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beim Aufbau der ihren.

Diese Art der Beziehung zwischen Autor, Autorin und Verlag spielt dann keine Rolle mehr, wenn die Fixierung auf – häufig nicht belegbare – Klickzahlen und absurde Quantitätskriterien die Wissenschaft durchdringen und zu einer gemainstreamten Massenware degradieren.

Die Wissenschaft hat sich darauf eingelassen, sich selbst dem Diktat des Zählbaren so zu unterwerfen, als sei es möglich, wissenschaftliche Qualität durch zitierte Quantität zu belegen. Die Zahlen der Zitationsindizes kommen dabei von Großkonzernen – zum Beispiel Thomson Reuter –, die ihrerseits darauf konzentriert sind, mit Daten aller Art zu handeln.

Meinen vollständigen Kommentar gibt es auf dem BBAW-Blog.

 

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