Unseriöse Verlagspraktiken oder: Mit Speck fängt man Mäuse

Mausefalle Käse

In schöner (oder besser unschöner) Regelmäßigkeit hören wir von weniger seriösen Verlagen, die versuchen, Autor*innen mithilfe verschiedenster Lockmittel unter Vertrag zu nehmen. Die vermeintlich attraktiven Konditionen entpuppen sich bei genauerer Betrachtung oder schlimmstenfalls sogar erst nach der Veröffentlichung als nachteilig für die Autorin oder den Autor.

Kürzlich meldeten sich zwei unserer Autor*innen bei uns. Sie sind per E-Mail von einer Mitarbeiterin eines Verlags aus dem Baltikum mit der Frage angeschrieben worden, ob sie ihr Werk XY dort kostenlos veröffentlichen möchten. Über die betreffenden Publikationen bestehen allerdings bereits Verträge – mit dem Verlag Barbara Budrich. Der baltische Verlag hatte über die Website des einen Autors von der bevorstehenden Publikation erfahren, in dem anderen Fall ging es um die Neuauflage eines bereits bei uns erschienenen Titels.

 

Der schöne Schein

Generell kostenfreie Veröffentlichungen klingen für Autor*innen wissenschaftlicher Publikationen wie Dissertationen oder spezifische Forschungsarbeiten fast zu schön, um wahr zu sein. Natürlich stellt sich die Frage, wie ein Wissenschaftsverlag auf diese Weise überlebensfähig ist. Die Antwort ist erstaunlich einfach: durch fehlende Lektoratsarbeit, fehlende Betreuung, fehlende Qualitätssicherung und fehlende Vertriebs-, Marketing- und PR-Arbeit – sprich: durch das Weglassen jedweder verlegerischen Tätigkeit.

Der Gedanke, monate- bis jahrelang an einer Publikation zu arbeiten und letztlich mit dem Ergebnis der eigenen Mühen auf einer solchen als Verlag getarnten Internetseite zu landen, ist sehr ärgerlich. Daher ist wichtig, dass Sie wissen, welche Kriterien Sie für die Auswahl eines qualitativ hochwertigen und vertrauenswürdigen Verlags heranziehen können.

 

Wie erkennt man einen guten Verlag?

Nein, Sie müssen nicht zwingend mit uns zusammenarbeiten, um ihre wissenschaftliche Publikation in guten Händen zu wissen. Was Sie jedoch unbedingt wissen sollten: Wie man einen seriösen Publikationspartner erkennt.

 

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