Open Access in Zeiten von Corona

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Open Access, also der freie und kostenlose Zugang zu wissenschaftlichem Wissen, stellt einen wichtigen Weg dar, Erkenntnisse und Entdeckungen zu teilen. Vielfach werden Open Access publizierte Werke häufiger rezipiert, weil sie leichter zugänglich sind.

Der Verlag Barbara Budrich publiziert selbstverständlich – und zwar bereits seit Verlagsgründung – auch Open Access und auf diesem Blog gibt es einige Posts, die sich mit dem Open-Access-Publizieren befassen.

Wie wichtig die Publikation von Erkenntnissen sein kann, erleben wir gerade jetzt: In Krisenzeiten ist es selbstverständlich von besonderer Bedeutung, die Katalysatoren der Krise gemeinsam zu identifizieren, zu analysieren, um wirksame Maßnahmen ergreifen zu können. Jedenfalls – und das muss ich zynisch hinzufügen – bei bestimmten Krisen.

 

Open Access kann Leben retten

So kann es nicht verwundern, dass alle Publikationsorgane und -mittler wie auch alle einschlägig Forschenden aufgerufen sind, ihre Erkenntnisse zu Covid-19 und verwandten Forschungsgegenständen zu veröffentlichen – und zwar Open Access: zum Wohle der Menschheit.

Groß, wie diese Worte sind, treffen sie doch ins Mark der aktuellen Coronakrise. Und das Schöne: Selbst diejenigen Verlage, die ich häufig mit starken Worten ob ihrer Profitmaximierungsstrategien kritisiere, geben ihre Materialien frei. Die „International Association of STM Publishers“, also die internationale Vereinigung der Verlage für Naturwissenschaft, Technologie und Medizin, bestätigen in einer Presseerklärung vom 13.3.2020, ihr „extended commitment to support the continued global response to the rapid worldwide spread of COVID-19.“

Ungeachtet der hohen Umsätze, die den Kollegen an dieser Stelle möglicherweise entgehen, stellen sie das durch sie publizierte Material der Allgemeinheit kostenfrei zur Verfügung.

Ich danke den Kolleg*innen in den Verlagen, dass sie sich bemühen, die Publikationsprozesse inklusive der notwendigen Peer Reviews für diese Forschungsergebnisse maximal zu beschleunigen, um sie Open Access der Forschung zu überlassen!

Es ist schön zu sehen, dass in Krisenzeiten Anstand Hochkunjunktur hat!

 

Im Budrich-Shop verfügbar:

Das Open Access-Logo des Verlags Barbara BudrichHier finden Sie unsere Publikationen im Open Access.

 

 

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Hier finden Sie weitere Beiträge zum Thema: zum Verlegen und Gehälter in Zeiten von Corona.

 

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