Mein Weg zum Buch: Andreas Schulz und Tamara Schwertel mit „Der lange Sommer der Flucht – 2015 und die Jahre danach“

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In der Rubrik „Mein Weg zum Buch“ erzählen unsere Autor*innen von ihrem persönlichen Weg zur Veröffentlichung ihres Buches. Heute sprechen Andreas Schulz und Tamara Schwertel über ihren Band Der lange Sommer der Flucht – 2015 und die Jahre danach, der im August bei Budrich erschienen ist.

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Liebe Frau Schwertel, lieber Herr Schulz, bitte stellen Sie sich unseren Leser*innen kurz vor.

Portrait Tamara SchwertelTamara Schwertel, 1992 in Diez geboren, studierte in Frankfurt am Main, Paris und Lyon Soziologie, Philosophie und Politikwissenschaft. Derzeit schreibt sie ihre Dissertation zum Thema Tiefe Hirnstimulation am Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin in Mainz. Sie ist seit 2017 Teil des soziologiemagazin e.V.

Portrait Andreas SchulzAndreas Schulz, 1988 in Potsdam geboren, studierte in Leipzig, Bern und Wien u.a. Sozialwissenschaften und Philosophie, Religionswissenschaften, Kultur- und Sozialanthropologie sowie Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. Seit 2016 ist er Redakteur und seit 2017 im Vorstand des soziologiemagazin e.V. Der Liebe wegen ist er nach Wien gezogen und arbeitet dort freiberuflich in verschiedenen Branchen.

 

Von welcher Publikation, die Sie mit dem Verlag Barbara Budrich realisiert haben, möchten Sie uns heute erzählen?

TS: Im August 2020 ist der erste Sammelband des soziologiemagazin e.V. erschienen: Der lange Sommer der Flucht – 2015 und die Jahre danach. Diskurse – Reflexionen – Perspektiven. Die die Idee für einen gemeinsamen Sammelband kam dadurch, dass sich ein Großteil der Redaktion des Soziologiemagazins wissenschaftlich mit dem Thema Flucht in der Gegenwartsmoderne auseinandersetzt.

Als Publikationsplattform für wissenschaftliche Nachwuchsperspektiven haben wir daher beschlossen, neben unseren Periodikum Soziologiemagazin, dem sozialwissenschaftlichen Blog sowie unserer Working Paper-Reihe (den Soziologischen Fragmenten) einen Sammelband zu kuratieren, der Forschungsbeiträge, Reflexionen aus Wissenschaft und Praxis beinhaltet und durch Perspektiven vereint. Dabei haben wir versucht, verschiedene Aspekte zum Thema Flucht der letzten fünf Jahre abzudecken. Darunter fallen Analysen aus Österreich und Deutschland von Mediendiskursen, Wohnungsfragen, die Rolle von Krankheit, aber auch methodische Auseinandersetzung und Praxisperspektiven.

 

Wie sind Sie auf den Verlag Barbara Budrich aufmerksam geworden? Warum haben Sie sich für dieses Projekt für den Verlag Barbara Budrich entschieden?

AS: Seit 2012 ist der Verlag Barbara Budrich der Publikationspartner des soziologiemagazin e.V. und betreut die Produktion des gleichnamigen Call4Paper-basierten peer-reviewed Nachwuchsjournals. Es war daher für uns als Herausgeber*innen nur naheliegend, den Sammelband mit dem Verlag Barbara Budrich zu realisieren.

 

Was war die größte Schwierigkeit auf Ihrem Weg zum fertigen Buch?

AS: Das Projekt ist organisch gewachsen, d.h. von thematisch passenden Soziologiemagazin-internen Beiträgen hin zur Suche nach externen Akteur*innen aus der Praxis und Forschung. Im Verlauf der Konzeptionalisierung sind einzelne Autor*innen abgesprungen, andere sind kurzfristig eingesprungen, was den Prozess verlängert hat. Da wir auch das komplette Layout erstellt haben, ergaben sich zahlreiche Überarbeitungsschleifen, die die Fertigstellung ebenfalls verzögerten.

TS: Schwierig ist es dann besonders einen Zeitpunkt zu finden, aufzuhören und mit dem Ergebnis zufrieden zu sein. Aber das Ergebnis lässt sich sehen und wir sind sehr glücklich damit.

 

Wie war es, das fertige Buch in den Händen zu halten?

AS: Es wirkt besonders in Zeiten zunehmender Digitalisierungen scheinbar anachronistisch, ein physisches Buch in den Händen halten zu wollen. Als großer Freund des gedruckten Wortes und bibliophiler Mensch war es für mich sehr schön, die Früchte dieser einjährigen Reise – von der ersten Planung bis zum fertigen Ergebnis – in den Händen halten zu können.

TS: Ich habe mich schon riesig gefreut, das fertige Cover zu sehen. Denn in das Cover hat die Redaktion wirklich sehr viele Gedanken und Mühe gesteckt und wir haben gemeinsam lange darüber nachgedacht, was passen könnte. Am Ende ist es ein Foto von einer Mauer geworden, auf der ein etwas abgetragener „no one is illegal“-Sticker klebt. Das mit dem Nachtpanorama einer Stadt.

 

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3D Cover Der lange Sommer der FluchtAndreas Schulz, Tamara Schwertel (Hrsg.): Der lange Sommer der Flucht – 2015 und die Jahre danach. Diskurse, Reflexionen, Perspektiven

 

 

© Titelbild gestaltet mit canva.com; Herausgeber*innen: Andreas Schulz, Tamara Schwertel