Geblättert: „Papierlos Studieren“ von Jan Schaller

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Papierlos studieren. Wissenschaftlich arbeiten in digitalen Zeiten

von Jan Schaller

 

Über das Buch

Ob Seminartexte, Laborberichte oder Hausarbeiten – wer studiert, verbraucht ohne Ende Papier. Das ist nicht nur schlecht für die Umwelt, sondern auch für das eigene Arbeiten. Viel besser ist es, papierlos zu studieren. Alle Dokumente sind leicht durchsuchbar, können problemlos aufbewahrt und vor allem wiedergefunden werden. Aber wie schafft man das? Dieses Buch gibt eine Einführung für passende Workflows, Hardware und Apps.

Leseprobe: S. 17-25

 

Das richtige Set-up

Das eigene Set-up ist nur so stark, wie die Technik mit der man es nutzt. Die eigene Organisation, das eigene Mind-Set kann noch so gut sein – wenn man ständig mit abstürzenden Rechnern und mangelhaft funktionierenden Programmen kämpfen muss, wird man nie wirklich produktiv sein.

Ich habe diese Erkenntnis auf die harte Tour gelernt. Meine Lieblingsepisode in dieser Hinsicht ist die von meinem Asus Eee Pad Transformer. Ich fand die Idee bestechend: ein Tablet mit ansteckbarer Tastatur, die sogar noch einen Extra-Akku integriert hat. Hallo Zukunft! Man muss aber leider auch dazu sagen, dass es das Jahr 2012 war und Tablets noch eine extrem junge Produktkategorie.

Produktives Arbeiten war auf diesem Gerät quasi nicht möglich. Es war einfach viel zu limitiert. Der Prozessor war so langsam, dass der Cursor des Schreibprogramms nicht mit meinen Tastaturanschlägen hinterherkam! Ich tippte also einige Wörter und musste dann zwei bis drei Sekunden warten, bis sie auf dem Bildschirm auftauchten. Was für ein Wahnsinn.

Ich hatte damals auch noch kein durchdachtes Ablagesystem für Dateien, was dazu führte, dass diese kreuz und quer übers System verteilt waren und ich nie so genau wusste, wo nun was rumliegt. Dass ich neben meinem mobilen Device auch noch einen Rechner zuhause hatte, machte es nicht besser. 2012 gab es zwar schon Cloud-Lösungen, sie waren aber bei weitem noch nicht so etabliert und verbreitet wie heute.

Besser wurde die Situation erst, als ich den Schritt zu einer To-do-App, in meinem Fall OmniFocus, wagte. Damit einher ging nicht nur eine bessere Selbstorganisation, sondern auch ein generelles Nachdenken über Workflows und sinnvolle digitale Ablagesysteme.

Das erste Aha-Erlebnis hatte ich dann mit Evernote. Ich kannte die App schon länger und hatte sie auch schon sporadisch genutzt. Ich entschied mich dann aber, nicht auf halber Strecke stehen zu bleiben, sondern alles in Evernote reinzuwerfen. Jeden Text für jedes Uniseminar, Aufbauanleitungen, Rechnungen, Rezepte, einfach alles. Natürlich entsprechend getaggt, sodass ich alles auch über die integrierte Suche wiederfinden konnte.

Zunächst mochte ich das System auch sehr. Endlich hatte ich meine Dokumente digital und geräteübergreifend immer dabei. Und Evernote ist gar kein schlechter Startpunkt. Zuallererst ist der Service plattformübergreifend. Es gibt Apps für alle großen Plattformen und zusätzlich ein Webinterface. Zudem ist eine mächtige Suche integriert, die Benutzung ist recht intuitiv und die Firma ist trotz einiger Krisen seit Jahren am Markt. Die Chance, dass es Evernote auch nächstes Jahr noch gibt, ist also relativ groß.

Schnell fielen mir aber auch die Schwachpunkte auf. Evernote schließt die eigenen Daten stark ein. Es gibt zwar Möglichkeiten, Daten auch wieder zu exportieren, aber irgendwie fühlte sich das für mich nicht richtig an. Außerdem will Evernote natürlich Geld verdienen. Momentan kostet das Premium-Abo 5€ im Monat und biete Synchronisierung auf eine unbegrenzte Anzahl von Geräten, 10GB an monatlichen Uploads und noch einiges mehr. Mit einem kostenlosen Account kann man nur zwei Geräte synchronisieren und magere 60MB monatlich hochladen – das war 2010 schon wenig. Zehn Jahre später ist das inakzeptabel. Eine genaue Übersicht gibt es unter www.ever note.com > Tarife.

Irgendwann machte ich dann den Schritt zu Devonthink. Devonthink ist in seiner Essenz eine Software zum Dateimanagement bzw. zur Organisation großer Dateimengen. Man kann Datenbanken anlegen, die verschiedene Lebensbereiche repräsentieren, und diese über Geräte hinweg synchronisieren. Was Devonthink von einfachen Ordnern unterscheidet, ist die KI, die dahintersteht. So können Verbindungen zwischen einzelnen Dateien aufgezeigt werden, die man selbst nicht sieht. Hinzu kommen Funktionen wie OCR, die gescannte Dokumente durchsuchbar macht. Es geht also in erster Linie darum, Dateien abzulegen, einzuordnen und wieder auffindbar zu machen. Wer sich stärker für Nutzungsszenarien interessiert, findet auf der Seite von Devontechnologies eine Sammlung mit typischen Anwendungsszenarien.

Dort war ich sehr lange. Allerdings hat auch Devonthink diverse Nachteile. Auch hier liegen die Dateien nicht in Ordnern auf der Festplatte, sondern in Datenbanken. Will man sie verschicken oder auf eine andere Festplatte kopieren, muss man sie zunächst exportieren. Dann ist das Programm zwar sehr mächtig, aber eben auch ziemlich kompliziert. Hinzu kommen hohe Anschaffungskosten (mit Bildungsrabatt momentan 150€) und exklusiv für Mac bzw. iOS. Windows-Nutzer*innen schauen in die Röhre.

Was können diese Erfahrungen also lehren? Zum einen: Es ist essentiell technische Lösungen zu haben, die für einen selbst funktionieren. Wenn man etwas schaffen will, sollte man nicht von der Technik davon abgehalten werden. Die Technik ist da, um das Erreichen der eigenen Ziele zu ermöglichen; sie ist Mittel zum Zweck. Daher lohnt es sich, zunächst ein wenig Zeit ins Testen zu stecken. Probier ruhig ein wenig herum, werde dir klar, was du wirklich brauchst, und teste dann verschiedene Apps.

Zum anderen: Man sollte sich zunächst einmal mit dem auseinandersetzen, was man schon hat. Windows, MacOS, Android und iOS bringen so viel tolle Software mit, dass sich viele Probleme hervorragend mit dem lösen lassen, was schon da ist. Man muss sich nicht teure Laufschuhe kaufen, um regelmäßig Sport zu machen. Die Fixierung auf teures Equipment (oder eben Software und Services) kann auch eine Ausrede sein. Man sollte also zunächst die eigenen Anforderungen verstehen. Was brauche ich wirklich für mein Studium? Im zweiten Schritt geht es dann darum, die Dinge auszureizen, die man schon hat. Das spart Ressourcen und schont den eigenen Geldbeutel. Und erst dann sollte man sich mit anderen Lösungen befassen.

Aber natürlich gibt es gute Gründe, zusätzliche Software zu kaufen. Entscheidet man sich bewusst hierzu, dann ist Geld ausgeben okay. Natürlich gibt es super viele tolle Open Source Programme, die nichts kosten. Aber die weitverbreitete Einstellung, dass Apps und Programme möglichst nichts kosten sollten, halte ich für grundfalsch. Irgendjemand muss sie programmieren und verwendet sehr viel Zeit auf Entwicklung und Erhalt. Diese Person muss auch von etwas leben. Für andere Dinge bezahle ich ja schließlich auch und wenn ich gute Software möchte, sollte ich auch bereit sein, dafür Geld auszugeben. Es wäre zum Beispiel ein echtes Horrorszenario für mich, wenn eine App, die ich täglich nutze, plötzlich nicht mehr weiterentwickelt würde, weil der*die Entwickler*in nicht mehr davon leben kann. Gute Software fällt nicht vom Himmel. Sie wird entwickelt und Entwicklung kostet Geld. Daher sollte man auch nicht zu geizig sein, ab und zu etwas dafür auszugeben.

Ein sehr spannender Hinweis diesbezüglich richtet sich an alle, die ein Macbook nutzen. Wenn du im Apple-Kosmos unterwegs sein, solltest du unbedingt mal einen Blick auf Setapp.com werfen. Setapp ist eine Art Netflix für Apps. Du bekommst weit über einhundert Programme für den Mac, die eigentlich Geld kosten. Da sind richtig gute Sachen dabei und nicht nur Ramschware, unter anderem Ulysses, welches ich auch in diesem Buch behandle. Das ganze kostet im Normalfall 9,99€ im Monat. Allerdings nicht für Studierende, die kommen in den Genuss eines 50%-Nachlasses!

Ich bin mittlerweile übrigens wieder bei Ordnern in einer Cloud gelandet, um meine Dateien zu organisieren. Keine extra Software, kein Service mit Abo-Modell. Klar, ich muss auf ein paar Features verzichten, dafür habe ich nun aber einen unkomplizierteren Workflow, der meine Dateien nicht irgendwo einschließt. Manchmal ist Einfachheit eben doch das wichtigste.

 

Auf dem Weg zur Papierlosigkeit

Soweit also ein paar generelle Gedanken. Bevor es aber um konkrete Anwendungsfälle gehen soll, stellt sich natürlich noch die Frage nach dem Wie. Eine der grundlegendsten Fragen ist die nach der passenden Plattform. Die meisten werden dabei instinktiv an einen Laptop denken. Schaut man in die Hörsäle, wird man sehr, sehr viele Windows-Rechner diverser Hersteller und einige MacBooks entdecken. Und es stimmt ja auch: Mit einem Laptop macht man nichts falsch. Ich beispielsweise war in meinem Bachelor und Master zunächst lange Zeit mit einem Asus Zenbook und dann mit einem MacBook Air sehr zufrieden. Dennoch lohnt der Blick über den Tellerrand. Tablets sind mittlerweile weit mehr als das Entertainment Device, als das sie einst konzipiert wurden.

 

Komplexität oder Leichtigkeit?

Es ist durchaus sinnvoll einen Laptop zu nutzen. Das Gros der Studierenden (und eigentlich fast alle digital Tätigen) sind nach wie vor auf Laptops gepolt. Tablets gelten meist nur als amputierte Computer. Diese Sichtweise ist jedoch überholt und muss durch eine differenziertere ersetzt werden.

Laptops sind eine Gerätekategorie, die es schon seit Jahren gibt. Gleichzeitig sind sie die mobile Weiterentwicklung des Desktop-PCs – die noch viel länger existieren. Ihre Grundlage sind dann auch Betriebssysteme und Software, die teilweise seit Jahrzehnten entwickelt werden. Entsprechend umfangreich (und teilweise schwerfällig) sind sie dadurch in der Handhabung.

Mobile Plattformen haben diesen Ballast (noch) nicht. Das erste iPad kam 2010 auf den Markt und Apps waren zu Beginn meist kleine Single-Purpose-Anwendungen, also Programme, die nur eine einzige Funktion hatten und entsprechend leichtfüßig waren. Das hat sich mittlerweile zwar geändert; ihre relativ leichte Bedienung haben sich viele Apps aber erhalten.

Es ist teilweise nach wie vor so: Programme unter Windows oder MacOS können oftmals mehr als Apps. Das muss man einfach eingestehen. Das wird besonders bei sehr spezialisierten Programmen deutlich. Wer mal versucht hat, eine qualitative Textanalyse auf einem Tablet durchzuführen, wird schnell gescheitert sein. Der springende Punkt ist aber, dass das Fehlen von Features nicht an grundsätzlich mangelnden Fähigkeiten mobiler Plattformen liegt.

Die Ursache liegt schlicht in der Historie. Software-Entwickler* innen hatten Jahre oder Jahrzehnte, um ihre anspruchsvollen Programme für Windows und MacOS zu schreiben, und mit der Zeit kamen immer mehr Features hinzu. Tablets starteten als Unterhaltungsmaschinen und wurden lange nicht ernst genommen. Erst in den letzten Jahren bildete sich ein Pro-Segment heraus und nach und nach wächst auch das Angebot an Software entsprechend. So manche Tablet-Software muss einfach noch erwachsen werden. Gerade bei kleineren Unternehmen oder solchen, die ihren Fokus nach wie vor auf dem Desktop haben, dauert das leider etwas länger.

Gleichzeitig hat es aber eine Reihe an Vorreiter*innen geschafft, Software zu entwickeln, die die Stärken von Tablets voll ausspielt: einfache, direkte Bedienung zum Beispiel.

 

Eine echte Alternative: Tablet mit Tastatur und Stift

Was ich meine, wird beim Thema Mitschriften sehr schnell deutlich. Man kann zwar bei entsprechender Übung auch auf Tastaturen fast in Echtzeit mitschreiben; beim Annotieren von Folien wird es aber direkt problematisch. Und das ist schließlich einer der häufigsten Anwendungsfälle in Vorlesungen. Möchte man dann eventuell noch eine Grafik oder ein Diagramm hinzufügen, ist man schnell aufgeschmissen. Eh man solche Elemente mit Maus und Tastatur nachgebaut hat, ist der oder die Professor*in längst beim nächsten Thema. Beim Thema Diagramme/Grafiken/ Zeichnungen, zeigt sich, dass früher eben doch nicht alles schlechter war. Mit etwas Übung bekommt fast jede*r ein brauchbares Diagramm in kürzester Zeit aufs Papier.

Um auch papierlos in dieser Hinsicht effektiv zu sein, empfehle ich deshalb eine Kombination aus Tablet, Tastatur und entsprechendem Eingabestift. Dieses Trio verbindet alle Vorteile: Mit einer (Bluetooth-)Tastatur kann man genauso schnell mitschreiben, wie mit einer Laptop-Tastatur. Der Stift ermöglicht Zeichnen oder auch das direkte handschriftliche Mitschreiben und dazu ist alles direkt digital, wie es sein soll.

 

Zwei konkrete Empfehlungen

Wer sich für ein Tablet entscheidet, steht zunächst vor einer Grundsatzentscheidung: Apple oder Microsoft? Es gibt zwar auch Android-Tablets, diese kann ich aber nicht empfehlen, da es nur wenig wirklich gute Apps gibt.

Auf dem Tablet-Markt dominiert Apple mit seinen iPads den Markt deutlich. Dieser Umstand geht nicht (nur) auf gutes Marketing zurück, sondern in erster Linie auf top Qualität, die – man glaubt es kaum – mit einem ziemlich guten Preis-Leistungsverhältnis einhergeht. Dazu später mehr. Grundsätzlich weisen iPads eine top Verarbeitungsqualität auf, haben sehr brauchbare Apps direkt an Bord, werden über viele Jahre mit Software-Updates unterstützt und profitieren von der Integration von Hard- und Software.

Hauptkonkurrent ist für mich Microsoft mit seiner Surface- Reihe. Auch Surface Tablets sind qualitativ hochwertig und haben den Vorteil, „echtes“ Windows laufen zu haben, was sicherlich ein Pluspunkt ist, da man die gleichen Programme nutzen kann, wie man sie von klassischen Rechnern kennt. Allerdings bietet Microsoft im günstigeren Bereich (<800€) ziemlich wenig an. Das ist ein Problem, da die wenigsten nur mit einem Tablet arbeiten wollen oder können. Die meisten werden wohl noch einen Laptop oder Desktop-Rechner haben und das Tablet dient nur zum Lesen, Mitschreiben und Konsumieren von Medien. Ergo spielt der Preis natürlich eine herausgehobene Rolle.

Eine ganz konkrete Empfehlung kann auch nur im Einzelfall gegeben werden. Zudem bringen die Hersteller ständig neue Geräte auf den Markt. Ich möchte daher eher auf einige Punkte hinweisen, auf die man generell achten sollte. Neben der Entscheidung zwischen Apple oder Microsoft und dem Preisrahmen sind das der verbaute Prozessor, Displaygröße, Speicher und die zusätzlichen Eingabemedien wie Stift oder Tastatur.

In Sachen Rechenpower haben Apples Tablets die Nase vorn. Das zeigt sich immer wieder aufs Neue. Hier zahlt sich aus, dass sie ihre Prozessoren selbst entwickeln. Das soll aber nicht heißen, dass alles andere schlecht wäre. Vor allem einfache Office-Anwendungen laufen mittlerweile quasi überall problemlos. Da das Feld aber so unübersichtlich ist und sich schnell verändert, empfiehlt es sich vor dem Kauf auf diesen Aspekt zu achten, um nicht eine Produkt-Reihe mit veraltetem Prozessor zu erwischen. Man möchte ja schließlich viele Jahre etwas davon haben.

Bei der Display-Größe bewegen sich die meisten Geräte irgendwo zwischen 10 und 13 Zoll. 13 Zoll sind ungefähr so groß wie ein A4-Blatt. Ich persönlich tendiere eindeutig zum oberen Ende der Skala, da ich es bevorzuge, Dokumente in Originalgröße bearbeiten zu können. Auch im Quer-Modus ist die Größe für mich angenehmer, wenn ich zwei Apps nebeneinander nutze.

Hat man sich für eine Größe entschieden, sollte man gut überlegen, wie viel Gigabyte internen Speicher man benötigt. Meine Faustregel wäre hier, dass 32GB zu wenig sind, 64GB funktionieren kann und es ab 128GB komfortabel wird. Schaut einfach mal auf eure Smartphones und guckt, wie viel internen Speicher ihr da belegt, das sollte ein ganz guter Indikator sein. Noch ein Vorteil von Tablets: Viele von ihnen unterstützen – mindestens optional – LTE, also mobile Daten. Allerdings ist das quasi immer eine Zusatzoption, die mit weiteren Kosten verbunden ist. Für die meisten wird es nur W-Lan wohl tun, nur wer wirklich viel unterwegs ist, sollte über LTE nachdenken.

Zuletzt sind noch die Zusatzgeräte fraglich, die man bei einer anstehenden Kostenkalkulation nicht außer Acht lassen darf. In meinen Augen entfalten Tablets nur mit externer Tastatur und vor allem einem Eingabestift ihr volles Potential. Beim Stift ist die Entscheidung dabei recht schnell gefallen. Ich würde dringend von Billigstiften abraten, die nur einen menschlichen Finger imitieren. Wer wirklich damit schreiben oder zeichnen möchte, sollte auf eine Lösung setzen, die dafür gemacht wurde. Es ist einfach großartig, im Text markieren und schreiben zu können, als hätte ich ein Blatt Papier vor mir. Man kann sich aber natürlich auch viele andere Anwendungsfälle vorstellen. Naturwissenschaftler*innen können Versuchsprotokolle digital erfassen, Musiker*innen können Kompositionen festhalten (Templates für Notenpapier sind z.B. kein Problem) und Künstler* innen können natürlich mit dem Pencil malen und zeichnen. Das iPad ist hier längst zu einem professionellen Gerät geworden und ermöglicht von Gemälden über Illustrationen bis hin zu technischen Zeichnungen alles. Bei Microsoft ist das der Surface Pen, bei Apple der Apple Pencil oder der Crayon, den Logitech herstellt. Aber auch hier sollte man genau hinschauen, da auch Stifte natürlich weiterentwickelt werden, neue Funktionen bekommen und nicht unbedingt jede Version mit jedem Tablet kompatibel ist.

Bei den Tastaturen stellt sich die Situation wiederum grenzenlos dar. Von 20€ bis über 200€ lassen sich Modelle finden. Manche sind einfache Bluetooth-Tastaturen, andere komplette Hüllen für das Tablet. Die Hersteller haben natürlich eigene Lösungen parat, nicht immer muss das aber die beste sein. Und die günstigste sowieso nicht. Aufgrund dieser Vielfalt an Möglichkeiten, rate ich dazu wenn möglich verschiedene Modelle im Laden auszuprobieren und sich dann zu entscheiden. Tastaturen sind einfach eine sehr individuelle Entscheidung.

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3D Cover SchallerJan Schaller: Papierlos studieren. Wissenschaftlich arbeiten in digitalen Zeiten

 

 

 

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