Geblättert: „Pädagogische Diskurs-Kultur“ von Jörg Schlömerkemper

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Pädagogische Diskurs-Kultur. Über den sensiblen Umgang mit Widersprüchen in Erziehung und Bildung

von Jörg Schlömerkemper

 

Über das Buch

Der Autor regt dazu an, Begriffe und Konzepte der pädagogischen Reflexion kritisch zu durchdenken und nach einem theoretischen Verständnis zu suchen, mit dem Widersprüche und irritierende Ungereimtheiten konstruktiv „aufgehoben“ werden können. An die Stelle der Hoffnung auf absolute Wahrheiten setzt er das Konzept der „Wirksamkeiten“. Wenn deren konkrete Bedeutungen im offenen Diskurs „antinomie-sensibel “ transparent werden, sind Felder der Persönlichkeits-Entwicklung und Formen der Persönlichkeits-Erziehung differenzierter und wirkungsvoller zu bearbeiten. Dieser Ansatz wird sowohl für allgemeine Erziehungsprozesse wie auch als Entwurf für eine antinomie-sensible Theorie der Schule konkretisiert. Abschließend werden Folgerungen für die Bildungspolitik, die gesellschaftspolitische Rahmung, die Zukunft der Schule und die Aufgaben der Erziehungswissenschaft entwickelt.

Leseprobe: S. 21-26

 

2. „Antinomie-Sensibilität“

Die zuvor entfaltete Vielfalt möglicher „Wirksamkeiten“ kann in dieser prinzipiell-abstrakten Form ratlos machen, wenn man sich verirrt in einem heillosen „Es kann immer auch ganz anders sein“. Es ist allerdings nicht hilfreich, solche Irritationen irgendwie‘ zu umgehen oder zu ignorieren. Stattdessen wird im Folgenden ‒ nicht zuletzt als Basis einer entfalteten „Diskurs-Kultur“ ‒ für eine „Antinomie-Sensibilität“ plädiert. Damit können Beobachtungen und Deutungen, die auf den ersten Blick unlogisch oder widersinnig erscheinen, als innere Zusammenhänge differenzierter verständlich werden.

Die Suche nach relevanten Deutungen sollte sich nicht mit dem ersten Blick begnügen. Vertiefende und hilfreiche Erkenntnisse können sich vielmehr (erst) ergeben, wenn gefragt wird, ob etwas auch ‘ganz anders‘ gesehen und gedeutet werden kann. Als „antinomie-sensibel“ soll eine Haltung verstanden werden, die grundsätzlich dafür offen und aufmerksam ist, dass in scheinbar unlöslichen Gegensätzen, aber auch in scheinbaren Eindeutigkeiten „Antinomien“ wirksam sein können, die zunächst verstanden werden sollten, um flexibel und wirksam(er) mit ihnen umgehen zu können.

 

2.1 Varianten und Dimensionen der Antinomität

Das Denken in „Antinomien“ hat in der philosophischen Tradition und in der pädagogischen Ideen-Geschichte einen stetigen, aber nicht sehr ausgeprägten Stellenwert. Dabei ist die Vielfalt ähnlicher Begriffe (wie u.a. „Dialektik“ oder allgemein „Widerspruch“) eher irritierend als hilfreich. Dies kann hier nicht ausführlich erörtert werden. Einige grundlegende Varianten sollen aber kurz benannt werden (auch hier sind die Abgrenzungen lediglich idealtypisch zu verstehen):

  • Als „Antinomie“ ist es zu verstehen, wenn in einem Prozess zwei „Gesetze“ (gr. „nomos“ = Gesetz) als gleich wichtig oder als gleich gültig betrachtet werden müssen oder sollen, die in der Sache gegeneinander (gr. „anti“ = gegen) stehen und sich sogar logisch ausschließen können. Der Hinweis auf mögliche „Antinomien“ soll zunächst lediglich darauf aufmerksam machen, dass solche alternative „Gesetze“ wirksam sein können. Dann können Probleme erkennbar und verständlicher werden. Wie man diese bewertet, wie man konträre Pole gewichtet und wie man damit umgehen will, kann zunächst noch offen bleiben.
  • Als „Ambivalenz“ (von lat. ambo“ = beide und lat. „valere = gelten) kann die schwankende emotionale Beziehung zu den Polen einer antinomisch geprägten Situation bezeichnet werden. Man möchte in einer Hinsicht das eine, aber in einer anderen etwas anderes. Beides zugleich ist aber nicht zu haben. Und ein übergeordnetes Kriterium bietet sich nicht an.
  • Zu einem „Dilemma“ (von gr. „dilēmmatos“ = „aus zwei Sätzen bestehend“) wird eine antinomische Konstellation dann, wenn die gegeneinander stehenden Perspektiven entweder in gleicher Weise wünschenswert sind oder (häufiger) in gleicher Intensität als negativ zu bewerten sind. Mit der Entscheidung für das eine Gute oder gegen das eine Übel kann das andere nicht verhindert oder sogar verstärkt werden.
  • Als „Paradoxie“ (von gr. „parádoxos“ = „wider Erwarten, unerwartet, unglaublich“) ist es zu verstehen, wenn eine Entscheidung weder für den einen noch für den anderen Pol einer Antinomie befriedigen könnte, weil eigentlich das eine nur zusammen mit dem anderen optimal wäre, man aber beides nicht bekommen bzw. nicht behalten kann. Eine Entscheidung würde ‘das Übel‘ sozusagen noch schwieriger machen. Es wäre aber auch keine Lösung, sich nicht zu entscheiden.
  • Als „Antagonismus“ ist es zu bezeichnen, wenn zwei „Täter“ („Agonisten“) gegeneinander Positionen vertreten, die sich nicht vereinbaren lassen, insbesondere wenn die Kontrahenten dazu keineswegs bereit sind. Der Streit muss notfalls mit Gewalt oder durch eine dazu legitimierte (‘höhere‘) Instanz wie ein Gericht entschieden werden. „Antagonismus“ ist also treffender als eindeutig erkennbarer „Widerstreit“ bzw. Konflikt zu verstehen.
  • Als „Dialektik“ (im gr. Wortsinn „dialektiké (téchne)“ = „Kunst der Unterredung“) kann man die Prozesshaftigkeit des Umgangs mit antinomischen Spannungen betonen. Das verstehen manche eher skeptisch problematisierend als ein ‘ewiges‘ Hin und Her, das zu keinem Schluss führt. Andere sehen darin den Versuch, einen Gesprächs- und ggf. Streitpartner durch ‘trickreiche‘ oder ‘spitzfindige‘ Wendungen („das Wort im Munde umdrehend“ oder „dialektisch gut gekontert“) in argumentative Schwierigkeiten zu bringen. (Mit regional-mundartlichen „Dialekten“ ist „Dialektik“ nur darin verbunden, dass „geredet“ wird.)

In anspruchsvoller Fassung wird mit „Dialektik“ ein theoretisch-analytischer Prozess gemeint, bei dem durch intensives „Reden“ zwischen Thesen und Gegenthesen weiterführende Synthesen gefunden werden sollen. Durch Rede und Gegenrede soll zunächst deutlicher werden, was mit den gegensätzlichen Positionierungen ‘eigentlich‘ gemeint ist, was daran wie und warum bedeutsam ist und worin der vermeintliche Gegensatz (die „Antinomie“) im Grunde besteht. So verstanden ist „Dialektik“ ein wichtiges Verfahren im „Diskurs“. Dass sie zur Wahrheitsfindung (vgl. Kap. 1) beiträgt, ist allerdings nicht unbedingt zu erwarten.

  • Die Begriffe „Widerspruch“ oder „Widersprüchlichkeit“ werden in vielfältigen Deutungen verwendet (manche sagen, es seien „Container-Worte“). Sie umfassen eigentlich alle zuvor aufgeführten Varianten, die sich ‘irgendwie‘ auf einen merkwürdigen, unverständlichen oder unlösbaren Zustand beziehen. Eindeutiger ist im Alltag die Wendung, dass man einer Aussage oder Feststellung „widerspricht“ oder z.B. gegen eine Rechnung oder einen juristischen Bescheid „Widerspruch einlegt“.

Nach diesen kurzen Hinweisen wird deutlich sein, dass die Wirkmächtigkeit von „Antinomien“ sehr verschieden ist und dass man sich aus unterschiedlichen Motiven zu ihnen unterschiedlich verhalten kann. Wenn man sich nicht ‘einfach‘ für das eine oder das andere entscheiden mag oder darf, wird man nach ‘höheren‘ oder ‘tiefer‘ liegenden Gründen suchen, die gleichwohl erklären, dass die beiden ‘Gesetze‘ in einer systematischen, in der Sache liegenden Beziehung zueinander stehen und dass dies nicht ignoriert werden sollte, wenn man einen Sachverhalt besser verstehen möchte und Entscheidungen für ein Handeln finden will, das letztlich wirksamer, erfolgreicher und für möglichst viele befriedigender sein wird.

Das Denken in „Antinomien“ sollte sich nicht in scheinbar eindeutigen Polarisierungen erschöpfen, bei denen positiven Zustände bzw. gewünschte Entwicklungen in einen Gegensatz zu problematischen Strukturen bzw. negativen Kräften als „Widersprüche“ oder „Widerstand“ gestellt werden. Das drängt sich zwar auf, wenn Zielsetzungen nicht konsequent umgesetzt werden können und mögliche Hindernisse erkannt werden sollen. Dann entstehen oft aber nur scheinbar eindeutige Pro-und-Contra-Bilder.

Möglich sind darüber hinaus aber auch antinomische Spannungen zwischen positiven Wirksamkeiten (man möchte das eine und das andere) wie auch zwischen solchen negativer Art (das eine und das andere ist von Übel). Prinzipiell sind in antinomischen Beziehungen zwischen den positiven und negativen Polen vier Konstellationen möglich:

  • Wenn beide Pole positiv sind (+ & +), wird man Prioritäten setzen oder ein gut begründetes „Sowohl-als-auch“ finden wollen.
  • Wenn beide Pole negativ sind (‒ & ‒), wird man das kleinere Übel wählen oder beides ‘bekämpfen‘ wollen.
  • Wenn der eine Pol als positiv und der andere als negativ empfunden wird (+ & ‒), wird man prüfen, ob bzw. wie der negative Pol in seiner Wirkung begrenzt werden kann.
  • Wenn ein negativer Pol von einem positiven überlagert wird (‒ & +), wird man versuchen, das Positive zu stärken.

In antinomie-sensiblem Bewusstsein wird man solche Entscheidungen gleichwohl mit aller Vorsicht treffen und die mögliche oder wahrscheinliche Wirkmacht beider Pole im Blick behalten.

 

2.2 Beispiele

Antinomische Konstellationen sind sehr vielfältig, sie können in verschiedenem Grade bedeutsam werden und sie sind mehr oder weniger schwer zu bearbeiten. In grober Form und teilweise im Vorgriff auf spätere Erörterungen können folgende Beispiele gebündelt werden:

  • Einige Spannungen können mehr oder weniger als allgemein „menschlich“ betrachtet werden. Zwischen „Gut“ und „Böse“ wird es immer Spannungen geben, in denen das eine das andere dominiert, aber doch in Balance gehalten wird. Bei Neigungen zu optimistischen oder pessimistischen Erwartungen wird häufig darauf verwiesen, dass das eine im Grunde den Kern des anderen ausmacht: dass in Zuversicht im Grunde nur eine skeptische Sicht ‘umgekehrt‘ wird, während der Pessimist eigentlich auf das Bessere hofft.
  • Als gesellschaftlich bedingte Spannungen können Beziehungen zwischen individuellen Bedürfnissen und gesellschaftlichen Erwartungen verstanden werden, wie sie sich entwickeln zwischen einem „Ich“ und dem „Über-Ich“ (nach Siegmund Freud, 1856 bis 1939) und (ähnlich bei George Herbert Mead, 1863 bis 1931) zwischen einem „I“ und einem „Me“ oder (nach Lothar Krappmann, geb. 1936) in der Balance zwischen der „personalen“ und „sozialen Identität“ einer Person. Dabei ist allerdings zu bedenken, dass hier nicht nur das eine dem anderen polar gegenübersteht, sondern beide Aspekte jeweils in sich selbst widersprüchlich sein können (vgl. dazu weitere Deutungen in den nachfolgenden Kapiteln).
  • In der pädagogischen Interaktion stehen zwei Prinzipien in Spannung zueinander. Einerseits wollen und sollen Kinder und Jugendliche in ihren emotionalen Bedürfnisse und dem Wunsch nach Zuwendung ‘angenommen‘ werden, dem sind aber ‒ insbesondere unter institutionellen Bedingungen der Schule ‒ Grenzen gesetzt: Hier dürfen die Heranwachsenden nicht emotional vereinnahmt werden, ‘eigentlich‘ soll es doch um ‘die Sachen“ gehen und am Ende müssen die Leistungen „ohne Ansehen der Person“ beurteilt werden.
  • Ein kaum aufhebbarer Gegensatz wird deutlich an Konzepten der „Chancengleichheit“ bzw. der „Bildungsgerechtigkeit“ (vgl. Kap. 13.1): Unter den Bedingungen der „gewordenen“ politisch-ökonomischen Ungleichheit geht es nicht um Gleichheit der Lebensbedingungen, sondern ‘lediglich‘ um eine formale Gleichheit beim Zugang zu ungleichen Berechtigungen und differenten Lebensbedingungen. Ob man das für vermeidbar und änderbar hält oder ändern möchte, kann (oder soll?) durch die Forderung nach gleichen „Chancen“ verdrängt werden.
  • In einer vor allem emotionalen Dimension sind Spannungen möglich z.B. zwischen dem Wunsch nach „Gegenwärtigkeit“, also nach unmittelbar erfüllenden Relevanzerlebnissen, und zum anderen der (Vor-)Sorge um die Zukunft. Auch hier kann das jeweils andere zu kurz kommen, wenn man sich dauerhaft einseitig orientiert. Ähnlich verhält es sich mit den Bedürfnissen nach Alleinsein oder Geselligkeit, nach Ruhe oder Unterhaltung, nach Kontinuität und Neuigkeit, nach Sicherheit und Spannung etc. Das eine kann dabei als ebenso wichtig erlebt werden wie das andere, das Verhältnis kann aber in wechselnden Situationen verschieden gewichtet werden und durchaus auch spontan ‘umschlagen‘.
  • Ähnlich duale Spannungen sind in religiösen Orientierungen zu erkennen: Die verehrten Gottheiten werden (in unterschiedlicher Form) sowohl als wohlwollend und liebend verstanden, aber auch als strafend gefürchtet. Man kann ‒ mit den Worten von Martin Luther ‒ nie sicher sein, ob man „einen gnädigen Gott (bekommt)“. Diese Spannung zwischen Zuversicht und Sorge wird sich nicht nur nicht auflösen, sondern ein wesentliches Moment religiösen Daseins bleiben.
  • Über den Theologen Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher (1768 bis 1834) hatte seine Mutter gesagt, der Junge habe „einen klugen Kopf und ein großes Herz“. Diese Beziehung zwischen Ratio und Emotion zieht sich durch sein Lebenswerk. In vielen Überlegungen zu „Dualitäten“ weist er auf mögliche negative Auswirkungen hin, die vermieden werden könnten, wenn man sie genauer betrachtet und als Herausforderung ernst nimmt. Sie lösen sich dann in Folgerungen auf, in denen beide Sichtweisen zu ihrem Recht kommen. Die Pädagogik müsse nämlich so „konstruiert“ werden, dass sie „nicht fehlt“, wenn das eine richtig ist, aber auch „nicht fehlt“, wenn das andere zutrifft.
  • In der Kunst spielen solche Spannungs-Beziehungen in unzähligen Werken eine Rolle: Bei Johann Wolfgang Goethe (1749 bis 1832) leidet „Faust“ unter den „zwei Seelen in seiner Brust“, die sich nicht „von der andern trennen“ können. Bei Richard Wagner (1813 bis 1883) streitet in den „Meistersinger(n) von Nürnberg“ die Bewahrung der Tradition gegen die Öffnung für Neuerungen, in „Tristan und Isolde“ geht es um einen Kampf zwischen Liebes- und Todessehnsucht. Bei Hermann Hesse (1877 bis 1962) entdecken „Narziss und Goldmund“ in dem jeweils anderen etwas, was sie bei sich selbst vermissen. Bei Thomas Mann (1875 bis 1955) sind in den „Buddenbrooks“ Personen dadurch verschieden und doch ähnlich, dass sie Merkmale erkennen lassen, die auch den anderen nicht ganz fremd sind. ‒ Die Reihe ließe sich lange fortsetzen. Immer beruht beim Lesen der Reiz des Nacherlebens auf der eigentümlichen Spannung zwischen Gegensätzen, die man als „antinomisch“ erleben kann.
  • Antinomische Bezüge haben auch in Witz und Ironie eine wichtige Funktion: Ihre Wirkung entsteht, wenn eine auf den ersten Blick neutrale Aussage ‘plötzlich‘ als doppeldeutig und hintergründig gewendet wird. Es wird bewusst, dass man etwas auch ganz anders sehen kann und dass sich in der Pointe eine nicht erwartete Wendung offenbart. In der Ironie kann man etwas Kritisches oder sogar Verletzendes ‘sagen‘, ohne es tatsächlich zu sagen. Die Hörer werden es dennoch verstehen, sie müssen aber nicht einmal offen erkennen lassen, ob sie es durchschaut haben und die ‘verborgene‘ (kritische) Botschaft teilen. Heinrich Heine (1797 bis 1856) hat in Gedichten und Prosa die Ironie als Stilmittel intensiv gepflegt. ‒ Auch hier ließen sich viele weitere Beispiele benennen.
  • In ähnlicher Weise wirkt der Wechsel zwischen den Perspektiven bei „Kippfiguren“: Wenn man sich von der ‘ersten‘ Sichtweise löst, tritt die andere hervor und man kann häufig nahezu beliebig hin und her ‘schalten‘. Dies ist dadurch möglich, dass beide Varianten in einer „bistabilen“ Verknüpfung miteinander vorhanden sind.

Diese Sammlung sollte deutlich machen, wie vielfältig „antinomische“ Strukturen und Prozesse sein können. Manche sind eher ‘harmlos‘ und alltäglich, andere bringen größere konzeptionelle Probleme und auch emotionale Belastungen mit sich.

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3D Cover SchlömerkemperJörg Schlömerkemper: Pädagogische Diskurs-Kultur. Über den sensiblen Umgang mit Widersprüchen in Erziehung und Bildung

 

 

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