Die Lobrede. Marketing-Basics für AutorInnen III

Bescheidenheit ist eine Zier …

Vielleicht fragen Sie sich, ob es sich ziemt, für seine eigenen Publikationen Werbung zu machen? Möglicherweise fragen Sie sich, ob das denn überhaupt notwendig ist? Wenn meine Sachen gut sind, glauben Sie vielleicht, dann verkaufen die sich doch von allein – oder nicht?

Und außerdem, könnte man glauben, ist es doch sehr unbescheiden.

Siegerehrung_Microsoft Vom Erfolg träumen

Manches Mal wünscht man sich, es möge jemand kommen und der ganzen Welt erzählen, wie genial man selbst ist. Jemand soll die Publikation lesen, die man geschrieben hat und sie für einen Preis nominieren.

Die Preisverleihung wäre ein Erlebnis: Da stünde ein großer Wissenschaftler oder eine große Wissenschaftlerin und würde die einzelnen Punkte Ihrer Arbeit würdigen: Was besonders gut gelungen ist; was besonders wertvoll ist; an welchen Punkten Sie die Wissenschaft besonders vorangebracht haben; wie wunderbar der Stil ist; wie großartig das Ganze.

Ihre Lobrede

Die Autorin Ulrike Scheuermann regt an, selbst eine Lobrede auf die eigene Publikation zu verfassen. Stimmen Sie sich zunächst auf die Situation ein: Stellen Sie sich vor, Sie seien der große Wissenschaftler oder die große Wissenschaftlerin, mit der Aufgabe, eine Lobrede auf Ihre Publikation zu verfassen. Stellen Sie sich die Fragen nach der Besonderheit, dem Wert, nach dem Beitrag zur Wissenschaft, nach dem Stil, nach dem Ganzen. Und dann schreiben Sie: Loben Sie sich über den grünen Klee! Bleiben Sie sachlich – und dann gehen Sie ruhig ein bisschen darüber hinaus. Es ist eine kleine Übung – und Sie soll Ihnen vor allem Spaß machen!

… doch weiter kommt man ohne ihr!

Medaille_MicrosoftEs ist eher unwahrscheinlich, dass ein Fremder von Ihren Leistungen so beeindruckt ist, dass Sie bzw. Ihre Publikation – ohne Ihr Wissen, Ihre Initiative, Ihr Zutun – für einen Preis nominiert werden. Ja, ich weiß: Solche Dinge sind schon vorgekommen. Doch die meisten Menschen arbeiten hart für den eigenen Erfolg. Und dazu gehört auch, von der eigenen Qualität überzeugt zu sein – und andere darauf aufmerksam zu machen. Und das können Sie üben.

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