Buchpräsentation: Der unerfüllte Kinderwunsch

 Fachgespräch und Buchpräsentation

Anlässlich des Erscheinens der Buchpublikation „Der unerfüllte Kinderwunsch. Interdisziplinäre Perspektiven“ (Mayer-Lewis/Rupp 2015) fand am 15. Juli 2015 in Bamberg ein Fachgespräch zum Thema „Unerfüllter Kinderwunsch“ statt. Eingeladen waren alle Autorinnen und Autoren, Beratungsfachkräfte und Akteure aus Verbänden und Politik. Dr. Mayer-Lewis gestaltete die thematische Einleitung und moderierte die Veranstaltung. Als Gastreferent war der Heidelberger Kinderwunschexperte PD Dr. Tewes Wischmann eingeladen, der zum Thema „Social Freezing – Neue Option oder Zwang zur Selbstbestimmung“ sprach. Dabei wurden erstmals die Ergebnisse einer Online-Umfrage des Universitätsklinikums Heidelberg vorgestellt, an der 553 Frauen und 90 Männer teilnahmen. Es wurde aufgezeigt, inwiefern es mögliche Zusammenhänge zwischen fertilitätsbezogenem Wissen und der Einstellung zu „Social Freezing“ bei Personen mit verschiedenen sozio-kulturellem Hintergründen gibt. Am Ende des Vortrags wurde die Frage zur Diskussion gestellt, ob „Social Freezing“ eher als die Eröffnung einer neuen Option zur Familienplanung oder eher als eine Medikalisierung gesellschaftlicher Missstände zu verstehen ist.

Der unerfüllte Kinderwunsch - Das BuchIm Anschluss an den Impulsvortrag wurde die Buchpublikation vorgestellt und zu den inhaltlichen Beiträgen des Sammelbandes fachlich diskutiert. Führende Reproduktionsmedizinerinnen und Reproduktionsmediziner wie zum Beispiel Frau Prof. Bals-Pratsch (Regensburg) und Herr Prof. Dittrich (Erlangen) diskutierten mit dem Ethikexperten Prof. Anselm (München), dem Chefarzt der Frauenklinik Bamberg Prof. Schauf, Experten der Andrologie, der Sozialwissenschaften und der Soziologie sowie Beratungsfachkräften und Akteuren aus der Verbandsarbeit. Dabei wurde deutlich, wie wichtig eine Betrachtung des Themas „Kinderwunsch“ aus unterschiedlichen Perspektiven ist. Die interdisziplinäre Ergänzung wurde als bereichernd wahrgenommen und es wurde von vielen angeregt, Veranstaltungen dieser Art unbedingt zu wiederholen.

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