Der wissenschaftliche Nachwuchsbeirat: Vera Taube

Der wissenschaftliche Nachwuchsbeirat des Verlags Barbara Budrich im Interview

Seit 2019 wird der Verlag Barbara Budrich von einem engagierten Nachwuchsbeirat unterstützt. Die Mitglieder dieses Beirats sind vertraut mit einem unserer Fachbereiche (Erziehungswissenschaft, Gender Studies, Politikwissenschaft, Soziale Arbeit, Soziologie, Schlüsselkompetenzen des wissenschaftlichen Arbeitens/Hochschuldidaktik) und helfen aktiv bei unserer Programmentwicklung.

Im Rahmen dieser Rubrik stellen wir in unregelmäßigen Abständen die Mitglieder unseres Nachwuchsbeirats vor.

 

Portrait Vera TaubeName: Vera Taube, M.A.

Fachbereich: Soziale Arbeit / Sozialpädagogik

Kurzvita:

Ich promoviere seit 2015 an der Universität Ostfinnland über die Handlungspraxis intensivpädagogischer Auslandsmaßnahmen. Derzeit bin ich als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt tätig und lehre in den Bereichen qualitative Sozialforschung, Jugendhilfe und Gesprächsführung in der Sozialen Arbeit. Darüber hinaus habe ich einen Lehrauftrag zur Professionsethik der Sozialen Arbeit.

 

Mein Forschungsbereich:

Im Rahmen meines professionstheoretischen Interesses bin ich vor allem im Bereich der Praxisforschung aktiv. Dabei interessiere ich mich vor allem für Wissensbestände und Haltungen der Praktiker*innen sowie sozialökologische Aspekte professionellen Handelns.

Der Forschungsschwerpunkt meiner Dissertation liegt auf Handlungsprozessen in der Jugendhilfe bzw. intensivpädagogischen Auslandsmaßnahmen. Darüber hinaus beschäftige ich mich mit Fragen des Theorie-Praxis-Transfers, interkultureller und internationaler Sozialer Arbeit sowie ethischen Fragestellungen beruflichen Handelns.

 

Zu dieser konkreten Fragestellung forsche ich derzeit:

Als Praktikerin und Wissenschaftlerin der Sozialen Arbeit sind für mich vor allem professionstheoretische Fragen interessant. Wie gestalten Sozialarbeiter*innen ihre Praxis, auf welchen Wissensbeständen basiert sie, in welchem Verhältnis stehen Kontext und Handlung – dies sind Fragen, die für die Weiterentwicklung der Profession Sozialer Arbeit von Bedeutung sind. Ich möchte mit meiner Forschung zur Theoriebildung der Disziplin beitragen und den Theorie-Praxis-Transfer in der Lehre verankern.

 

Meine Publikation(en):

Unz, D. & Taube, V. (2016). Implementierung von evidenzbasierten Programmen in der Sozialen Arbeit: Forschungsergebnisse, Herausforderungen und Desiderata. In: Borrmann, S. & Thiessen, B. „Wirkungen Sozialer Arbeit: Potentiale und Grenzen der Evidenzbasierung für Profession und Disziplin“ Opladen: Budrich.

Taube, V. (2016). Developing Close Bonds: One-to-One Intermediate Treatment in Children’s Services in Germany. Czech and Slovak Social Work. ERIS Journal 4/16 (22-40).

Schneider, A. & Taube, V. (2017). Bedingungen und Chancen einer Promotion im Ausland. In: Ehlert, G. et al. „Forschen und Promovieren in der Sozialen Arbeit“. Opladen: Budrich.

 

Das möchte ich in den nächsten 5 Jahren erreichen:

Nach dem Abschluss meiner Promotion strebe ich eine Professur an einer Hochschule für Soziale Arbeit an. Da meine Dissertation international ausgerichtet ist und auch meine Lehre viele länderübergreifende Themen beinhaltet, möchte ich mich vor allem mehr auf die internationale Vernetzung und Kooperation hinsichtlich Lehre und Forschung konzentrieren.

 

Ich bin Mitglied des wissenschaftlichen Nachwuchsbeirats des Verlags Barbara Budrich, weil …

… mir in meiner Arbeit immer wieder spannende und innovative Themen und Forschungsprojekte begegnen, über die ich gerne mehr lesen und erfahren würde. Als Mitglied im Nachwuchsbeirat möchte ich solche Projekte unterstützen und einem breiteren Publikum zugänglich machen.

 

© pixabay 2019 / Beitragsbild: Roselie; Portrait: Vera Taube