Der wissenschaftliche Nachwuchsbeirat: Dr. Christoph Damm

Der wissenschaftliche Nachwuchsbeirat des Verlags Barbara Budrich im Interview

Seit 2019 wird der Verlag Barbara Budrich von einem engagierten Nachwuchsbeirat unterstützt. Die Mitglieder dieses Beirats sind vertraut mit einem unserer Fachbereiche (Erziehungswissenschaft, Gender Studies, Politikwissenschaft, Soziale Arbeit, Soziologie, Schlüsselkompetenzen des wissenschaftlichen Arbeitens/Hochschuldidaktik) und helfen aktiv bei unserer Programmentwicklung.

Im Rahmen dieser Rubrik stellen wir in unregelmäßigen Abständen die Mitglieder unseres Nachwuchsbeirats vor.

 

Portrait Christoph DammName: Dr. phil. Christoph Damm

Fachbereich: Bildungswissenschaft, Schwerpunkt Erwachsenen- und Weiterbildungsforschung

Kurzvita:

  • 03/2019 Promotion zum Doktor der Philosophie an der Universität der Bundeswehr München, Thema der Dissertation: „Grenzarbeit in der wissenschaftlichen Weiterbildung“
  • seit 01/2019 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg an der Professur für Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Wissenschaftliche Weiterbildung und Weiterbildungsforschung
  • 02/2018 bis 01/2019 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität der Bundeswehr München an der Professur für Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkte Organisationspädagogik
  • 02/2015 bis 01/2018 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im BMBF-Verbundprojekt „Weiterbildungscampus Magdeburg“ an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Professur für Erziehungswissenschaftliche Medienforschung und Medienbildung unter Berücksichtigung der Erwachsenen- und Weiterbildung
  • 10/2012 bis 02/2015 Studium Erwachsenenbildung (Master of Arts), Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
  • 11/2008 bis 01/2015 Bildungsreferent für Jugend- und Erwachsenenbildung in den Themenbereichen Gender- und Medienpädagogik
  • 10/2006 bis 08/2009 Studium Soziale Arbeit (Bachelor of Arts), Hochschule Magdeburg-Stendal

 

Mein Forschungsbereich:

In meiner wissenschaftlichen Arbeit beschäftige ich mich insbesondere mit organisationalen Bedingungen und Formen der Erwachsenen- und Weiterbildung. So habe ich etwa im Rahmen einer bundesweiten qualitativ-empirischen Studie untersucht, inwiefern nicht-traditionell Studierenden in der wissenschaftlichen Weiterbildung der Zugang zum Studium durch die Anerkennung und Anrechnung außerhochschulischer Vorleistungen ermöglicht oder erschwert wird. Leitend für meine Forschungsarbeiten ist die Rekonstruktion sozialer Praxis im Verhältnis zu gesellschaftlichen Ansprüchen und formalen Vorgaben.

 

Zu dieser konkreten Fragestellung forsche ich derzeit:

Derzeit beschäftige ich mich in meiner Forschung mit methodologischen und methodischen Fragen der qualitativen und visuellen Netzwerkforschung sowie sozialräumlichen Bedingungen und Formen der Erwachsenen- und Weiterbildung.

 

Meine Publikation(en):

Damm, Christoph (2020): Anrechnung als Anforderung. Relevanz und Praxen der Anerkennung und Anrechnung in der wissenschaftlichen Weiterbildung. In: Sturm, Nico (Hrsg.): Umkämpfte Anerkennung. Außerhochschulische Kompetenzen im akademischen Raum. Wiesbaden: Springer VS, S. 79-105.

Damm, Christoph/Frosch, Ulrike/Vieback, Linda (Hrsg.) (2019): Wissenschaftliche Weiterbildung zwischen Forschung und Praxis. Empirische Zugänge und konzeptionelle Gestaltung. Bielefeld: wbv Media (erscheint aktuell als Online First Publikation).

Damm, Christoph/Ebner von Eschenbach/Kondratjuk, Maria/Rosenberg, Hannah/Stimm, Maria/Trumann, Jana/Wagner, Farina (Hrsg.) (seit 2018): Debatte. Beiträge zur Erwachsenenbildung.

 

Das möchte ich in den nächsten 5 Jahren erreichen:

In den nächsten fünf Jahren möchte ich insbesondere methodologische Entwicklungen zusammen mit anderen Wissenschaftler*innen in der qualitativen Sozial- und Bildungsforschung vorantreiben und neue erhebungs- und auswertungsmethodische Möglichkeiten entdecken. Darüber hinaus möchte ich weitere Erfahrungen im Wissenschafts-Praxis-Transfer sowie der Vermittlung und Aneignung wissenschaftlicher Erkenntnisse sammeln.

 

Darum bin ich Mitglied des Nachwuchsbeirats des Verlags Barbara Budrich:

Die Arbeit im Nachwuchsbeirat ist für mich interessant, da ich gern Wissenschaftler*innen in der Qualifizierungsphase ermutigen möchte, die Erkenntnisse zu veröffentlichen und dabei mit ‚Erfolg‘ und ‚Misserfolg‘ möglichst offen umzugehen. Darüber hinaus bin ich daran interessiert, meine und die Publikationserfahrungen anderer Wissenschaftler*innen in der Qualifizierungsphase ins Verhältnis zueinander setzen und infolge in die Verlagsarbeit einzubringen.

 

© pixabay 2019 / Beitragsbild: Roselie; Portrait: Christoph Damm