Manuskriptangebot: Präsentation beim Verlag

Manuskriptangebot: Wenn Sie sich Ihren Verlag als Publikationspartner ausgesucht haben, bieten Sie Ihr Manuskript dort an. Es gilt, dabei ein paar Dinge zu beachten – die folgenden Tipps machen Ihr Leben leichter!

Der Verlag: die Black Box

Ein Verlag erscheint von außen als eine Institution, in die nur Eingeweihte Einblick haben. Vor allem bei NachwuchswissenschaftlerInnen gibt es gelegentlich regelrechte Scheu, einen Verlag anzusprechen.

Wenn Sie sich aber vor Augen halten, wovon Verlage und deren MitarbeiterInnen leben und sich selbst einen kleinen Einblick hinter die Kulissen von Verlagen gönnen, dann haben Sie bereits einen entscheidenden Vorsprung. Dann wissen Sie, wie Sie einen Verlag ansprechen können und Ihre Chancen, bei Ihrem Wunsch-Partner zu veröffentlichen steigen!

Verlagskriterien

Ein Blick ins Programm Ihres Wunsch-Verlages zeigt Ihnen bereits, wie Ihre Chancen auf Zusammenarbeit stehen!

Es gibt ausgesprochene Dissertationsverlage, die neben Promotionen allenfalls Forschungserträge und Konferenzbände veröffentlichen. Für gewöhnlich zeigt das Programm kein deutliches Profil. Auch diese Verlage haben im Wissenschaftssystem einen Sinn. Ich würde Ihnen aber immer raten, einen renommierten Fachverlag auszuwählen.

Wissenschaftliche Fachverlage erkennen Sie ebenfalls am Programm. Es gibt ein deutliches Profil sowohl mit Blick auf die vertretenen Fachbereiche als auch mit Blick auf unterschiedliche Buchgattungen. (Einen eigenen Beitrag zum Thema Buchgattungen aus Verlagssicht finden Sie ebenfalls auf diesen Seiten.)

Manche Fachverlage veröffentlichen ausschließlich forschungsnahe Literatur (wie z.B. im Bereich der Sozial- und Erziehungswissenschaften unser Haus Budrich UniPress), andere veröffentlichen den gesamten Publikationskanon – von forschungsnahen Materialien bis hin zu Lehr- und Handbüchern und wissenschaftlichen Sachbüchern – wie z.B. der Verlag Barbara Budrich.

Einige wenige Verlage haben sich darauf spezialisiert, in der Hauptsache publikumsnahe Wissenschaft zu veröffentlichen, die mit dem universitären Leben eher mittelbar zu tun haben wie z.B. suhrkamp wissenschaft.

Die Kontaktaufnahme

Wenn Sie ausreichend Zeit haben, können Sie Ihren Verlag zunächst auf einem Kongress besuchen: Die wichtigen Fachverlage sind zumeist auf den einschlägigen Fachkongressen mit Büchertischen vertreten. (Termine zu den für die Sozial- und Erziehungswissenschaften einschlägigen Kongressen finden Sie z.B. in unserem monatlichen Newsletter budrich intern.) Die Verlage sind dort genau zu diesem Zwecke vertreten: Um mit Ihren AutorInnen und LeserInnen ins Gespräch zu kommen! Das sollten Sie nutzen!
Auf diesem Wege könnten Sie direkt die Zuständigen aus dem Lektorat kennenlernen.

Auf den Internetseiten der meisten Verlage finden Sie die Zuständigen samt Kontaktdaten. Natürlich ist dies im Vergleich zur persönlichen Kontaktaufnahme nur der zweitbeste Weg. Bevor Sie das komplette Manuskript oder Exposé an den Verlag schicken, könnten Sie kurz per eMail Kontakt aufnehmen und fragen, ob Ihr Projekt ganz generell in die Programmplanung des Verlages passt.

Das Exposé

Wenn Ihr Projekt ganz generell in die Programmplanung des von Ihnen favorisierten Verlages passt, dann sollten Sie Ihre Unterlagen besonders sorgfältig und übersichtlich aufbereitet an die zuständige Person schicken.

Sie können das vollständige Manuskript schicken. Besser ist es jedoch, Sie schicken dem Verlag ein sorgfältig gegliedertes Exposé, das die wichtigsten Informationen für den Verlag enthält (Inhalt, Zielgruppen usw.).

Einen Leitfaden zur Projektvorstellung sowie ein Muster zur Orientierung können Sie hier kostenlos herunterladen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.