Kleine Schritte für ein großes Ziel: Kampf gegen … den Plastikmüll

Plastikmüll

Die Fridays for Future-Bewegung hat einiges bewegt: Überall diskutieren Menschen über Klimaschutz. Die Schüler*innen-Initiative demonstriert jeden Freitag vor den Parlamenten und will auf diesem Wege die Entscheidungsträger*innen der Politik zum Handeln bewegen.

Im Verlag Barbara Budrich sind einige Publikationen zum Thema Umwelt- und Klimaschutz erschienen, beispielsweise von Ortwin Renn, Thorsten Hippe und Petra C. Gruber. Jeden Monat greifen wir in diesem Blog einen Themenbereich auf und sammeln Ideen, wie jede*r einzelne einen kleinen Teil zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen kann.

 

Das Problem:

In Deutschland werden pro Stunde rund 320.000 Einweg-Kaffeebecher weggeworfen, auf jedem Quadratmeter Meeresoberfläche treiben geschätzt 18.000 Plastikteile und jede Minute landen ca. 15.000 weitere Kilogramm im Ozean: Plastikmüll ist eine globale Herausforderung. Der Müll verstopft die Mägen von Meerestieren und Seevögeln, trägt bei der Verbrennung zur Luftverschmutzung bei und wird in Form von Mikroplastik in Nahrungsmitteln auch vom Menschen aufgenommen.

Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Jede*r von uns kann etwas gegen die Plastikflut tun.

 

Ideen für einen eigenen Beitrag:

Müllsack

 

Plastikprodukte im Alltag reduzieren

Den eigenen Plastikkonsum einzuschränken, erfordert meist nur etwas mehr Achtsamkeit und wird dann schnell zur Gewohnheit. Oft gibt es Alternativen zum Plastikprodukt: Der Mehrwegkaffeebecher ersetzt das Einweg-Produkt, der Stoffbeutel oder Korb die Tüte. Im Supermarkt geht der Gang nicht zur Kühltheke mit dem in Plastik verpackten Käse, sondern mit der „Tupperdose“ an die Käsetheke. Plastikteller und -besteck landen ebensowenig mehr im Einkaufskorb wie Strohhalme und Einwegtüten für das Gemüse, das von von Natur aus mit einer eigenen Verpackung – der Schale – daherkommt. Die feste Seife ersetzt ihr flüssiges Pendant, in dem ebenfalls Plastik enthalten ist und Kleidungsstücke aus Naturmaterialien wie Baumwolle ersetzen den Fleecepulli, der bei jedem Waschgang Mikroplastik über die Leitungen bis ins Meer spült.

 

Petition unterschreiben

Immer wieder haben Verbraucher*innen die Möglichkeit, den Kampf gegen die Plastikflut zu unterstützten. Der WWF sammelt beispielsweise derzeit (Stand: Juni 2019) Unterschriften für eine weltweite, verbindliche UN-Konvention gegen die Verschmutzung der Weltmeere durch Plastikmüll.

 

Bei Cleanup Days aktiv werden

Klingt erst mal nach dröger Pflicht, macht aber meist richtig Spaß: Müllsammelaktionen! Viele Städte organisieren regelmäßig solche Events, bei denen sich Freiwillige engagieren und so ein vorher abgestecktes Gebiet systematisch von Müll befreien. Aber auch überregionale Aktionen wie der Rhine Cleanup Day (nächster Termin: 14. September 2019), an dem entlang des gesamten Rheinufers ehrenamtliche Helfer*innen Müll sammeln, werden angeboten und sind richtig beliebt. Dies liegt neben dem gesteigerten Umweltbewusstsein der Menschen auch daran, dass eine solche gemeinsame Aktion in der großen Gruppe einfach motiviert: Alle sehen hinterher, was sie geschafft haben. So reduzieren die Freiwilligen zwar nicht die Menge des Mülls auf dem Planeten, sorgt aber dafür, dass er nicht die Umwelt verschmutzt und sich Menschen und Tiere an diesem Ort wieder wohler fühlen können.

 

© pixabay 2019 / Beitragsbild: RitaE; Foto Müllsack: cocoparisienne