Kleine Schritte für ein großes Ziel: Kampf gegen … das Insektensterben

Traktor Spritzmittel auf Feld

Die Fridays for Future-Bewegung bewegt derzeit die Gesellschaft und rückt Klimaschutz in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit. Die Schüler*innen der Initiative demonstrieren freitags vor den Parlamenten und wollen so die Entscheidungsträger*innen der Politik zum Handeln bewegen.

Im Verlag Barbara Budrich sind einige Publikationen zum Thema Umwelt- und Klimaschutz erschienen, beispielsweise die Reihe Eberswalder Beiträge zu Bildung und Nachhaltigkeit, die Schriftenreihe „Ökologie und Erziehungswissenschaft“ der Kommission Bildung für nachhaltige Entwicklung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) oder die Publikation Politische Bildung für nachhaltige Entwicklung aus der Reihe Erfahrungsorientierter Politikunterricht. Jeden Monat beleuchten wir in diesem Blog einen Themenbereich und stellen Ideen vor, wie jede*r einzelne einen kleinen Teil zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen kann.

 

Das Problem:

Die Vielfalt und Menge der Insekten ist drastisch zurückgegangen. Gründe für das Insektensterben liegen unter anderem in der Zerstörung von Lebensräumen und dem großflächigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Der Rückgang von Insekten wie Schmetterlingen, Wildbienen und Fliegen hat Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem. Betroffen ist beispielsweise die Bestäubung von Blüten und somit auch die Nahrungsmittelproduktion, zudem finden viele Vogelarten durch das Insektensterben weniger Nahrung und haben so Probleme, ihren Nachwuchs aufzuziehen. Nicht zuletzt spielen Insekten eine wichtige Rolle bei der Verwertung organischer Stoffe wie Tierleichen und Pflanzenresten. Eine erste umfassende Analyse geht derzeit davon aus, dass es sich beim Insektensterben um ein globales Phänomen handelt.

 

Ideen für einen eigenen Beitrag:

zwei Marienkäfer auf Blatt

 

Netzwerk Blühende Landschaft:

Das Netzwerk blühende Landschaft wurde 2003 von einer Gruppe von Naturschützern, Imkern und Landwirten in enger Zusammenarbeit mit Umweltverbänden gegründet. Das Projekt setzt sich für insektenfreundliche Bewirtungskonzepte in der Landwirtschaft ein, entwickelt Modellprojekte und sucht den Dialog mit Interessensverbänden, der breiten Öffentlichkeit sowie der Politik. Interessierte können auf der Website des Netzwerks Blühende Landschaft Mitglied werden, spenden oder Blühpate für eine festgelegte Grünfläche werden.

Zur Website der Initiative

 

Schutz und Nahrung für Insekten bieten:

Gerade in städtischen Regionen wird es für Insekten zunehmend schwierig, Nahrung und Unterschlupf zu finden. Hier kann jeder mitwirken:

  1. Ein Insektenhotel bietet eine Brutstätte beispielsweise für Wildbienen, Schmetterlinge oder Fliegen. Leider sind viele der im Handel erhältlichen Insektenhotels nicht oder nur bedingt geeignet; auf der Website des NABU finden Sie Hinweise für den Kauf oder Bau des richtigen „Insektenwohnzimmers“ für die unterschiedlichen Arten.
  2. Steingärten mögen zwar im Trend liegen, für Insekten sind sie jedoch denkbar ungeeignet: Insekten brauchen Pflanzen zum Überleben. Welche Pflanzenarten für Biene, Schmetterling und Co. geeignet sind, können Sie in dieser Liste nachlesen.
  3. Nicht nur im heimischen Garten oder auf dem Balkon können Sie etwas für Insekten tun, sondern auch unterwegs: Mit sogenannten Samenbomben, die Sie kaufen oder selbst herstellen können, setzen Sie überall, wo Sie mögen, sprichwörtlich die Saat für mehr Insektenvielfalt.

 

 

© pixabay 2019 / Beitragsbild: hpgruesen; Foto Marienkäfer: RonBerg