Kleine Schritte für ein großes Ziel: Kampf gegen … schmelzende Polkappen

schmelzendes Eis Arktis Antarktis

Die Fridays for Future-Bewegung beschäftigt aktuell die Gesellschaft und rückt das Thema Umweltschutz in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit. Die Schüler*innen von Fridays for Future demonstrieren freitags vor den Parlamenten und wollen auf diesem Wege die Entscheidungsträger*innen der Politik zum Handeln bewegen.

Im Verlag Barbara Budrich erscheinen regelmäßig auch Publikationen zum Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), beispielsweise „Bildung und Erziehung im Kontext globaler Transformationen“ von Iris Clemens, Sabine Hornberg und Marco Rieckmann (Hrsg.). Jeden Monat schauen wir uns in diesem Blog einen Themenbereich des Umwelt- und Klimaschutzes näher an und stellen Ideen vor, wie jede*r einzelne einen kleinen Teil beitragen kann.

 

Das Problem:

Die Eisflächen in Arktis und Anarktis tragen einen wichtigen Teil zum Erhalt eines gesunden, globalen Klimas bei. Doch die Polkappen schmelzen zunehmend schneller – im Wesentlichen aufgrund des Ausstoßes von Treibhausgasen wie Kohlendioxid, Methan und Stickoxiden durch den Menschen („anthropogener Treibhauseffekt“). Diese entstehen unter anderem durch die Nutzung fossiler Energien, extensive Land- und insbesondere Viehwirtschaft sowie Abholzung.

Die Konsequenz aus den schmelzenden Polkappen: Die bereits stattfindende Erderwärmung wird durch immer weniger Eismasse weiter beschleunigt, ein Rückkopplungseffekt entsteht. Der Meeresspiegel steigt und macht Landmassen unnutzbar, die tauenden Arktis- und Antarktisböden setzten organisches Material und somit große Mengen an Methan frei, Wetterextreme treten gehäuft auf.

 

Ideen für einen eigenen Beitrag:

Fahrrad umweltfreundlich

 

Überblick über die eigene CO2-Bilanz behalten

Jeder Mensch hat eine individuelle CO2-Bilanz. Den meisten ist jedoch nicht bewusst, was alles zu diesem „ökologischen Fußabdruck“ beiträgt. Der CO2-Rechner des Umweltbundesamtes hilft beim Erkennen klimaschädlichen Konsums und zeigt über die Funktion Mein CO2-Szenario Möglichkeiten zur Optimierung auf.

 

Mobilität neu denken

Die individuelle Mobilität ist ein wichtiges Gut und erhöht Lebensqualität und Komfortempfinden. Ja, die meisten von uns fahren Auto, nutzen Flugzeuge. Hier geht es jedoch nicht um „sofort nichts mehr dürfen“, sondern um Ideen und Grundsteine für einen Wandel. So können wir beispielsweise, wenn wir bisher mit dem Auto zur Arbeit gefahren sind und die Wegstrecke zur Arbeit es erlaubt, mit einem Radfahrtag in der Woche beginnen. Daraus werden dann aus Gewohnheit und weil es Spaß macht vielleicht bald zwei oder drei. Auch beim Fliegen geht es nicht darum, nie wieder ein Flugzeug zu steigen. Aber beispielsweise Kurzstreckenflüge streichen ist meist ohne größere Einschränkungen möglich.

 

Nutzung von Ressourcen

Hier gibt es vielfältige Möglichkeiten: vom klassischen Runterdrehen der Heizung über Waschen mit niedrigerer Temperatur, Wäsche aufhängen statt in den energiehungrigen Trockner werfen, bei Neuanschaffung von Haushaltsgeräten auf gute Energieeffizienz achten, Geräte nicht unnütz im Standby laufen lassen, auf LED-Birnen umrüsten.

Aber auch über die Ernährung können wir einen Beitrag leisten: Wer seinen individuellen Fleisch- und Milchproduktekonsum reduziert, schont die Umwelt, denn durch die Haltung von Vieh wird – insbesondere in der Rinderhaltung – Methangas freigesetzt, das die Atmosphäre belastet. Zudem wird für die Futtermittelherstellung in Form von Soja Urwald gerodet, wodurch ebenfalls Treibhausgase in die Atmosphäre entlassen werden. Der Fleischrechner auf Blitzrechner.de hilft Verbraucher*innen, eine Übersicht über die Auswirkungen des individuellen Fleischkonsums zu bekommen.

Und nicht zuletzt entlasten regional erzeugte Lebensmittel (sofern für die Erzeugung nicht intensiv geheizt wurde) das Klima, da lange Transportwege eingespart werden.

 

© pixabay 2019 / Beitragsbild: Free-Photos; Foto Fahrrad: RitaE