Österreichischer Wissenschaftspreis für Soziale Arbeit geht an unsere Autorin Johanna Hefel

Medaille Sieger silber

Portrait Johanna HefelUnsere Autorin Prof. Dr. Johanna Hefel, Forscherin und Hochschullehrerin an der FH Vorarlberg, hat für ihre Dissertation „Sterben und Tod im Kontext des Bachelorstudiums Soziale Arbeit an österreichischen Fachhochschulen“ den Österreichischen Wissenschaftspreis für Soziale Arbeit gewonnen. Wir gratulieren herzlich!

Die Dissertation von Johanna Hefel ist unter dem Titel „Verlust, Sterben und Tod über die Lebensspanne – Kernthemen Sozialer Arbeit am Beispiel österreichischer Fachhochschulen“ im Verlag Barbara Budrich erschienen.

Prof. Dr. Peter Stöger über „Verlust, Sterben und Tod über die Lebensspanne“:

Auf der Basis praktischer Erfahrungen stellt Frau Hefel fest, dass Sterben und Tod als Themen im Alltag oft tabuisiert sind. Im Zentrum steht nun die Frage, wie SozialarbeiterInnen auf ihre berufliche Praxis, auf Themen wie Verlust, Sterben und Tod hin vorbereitet, begleitet und ausgebildet werden (können). Ein wesentliches Fazit ist die Erkenntnis, dass Sterben und Tod im österreichischen Ausbildungskontext primär in Verbindung mit Krise, Krisenintervention, Suizidalität, Suizid und Trauma thematisiert werden. Hier plädiert die Verfasserin dafür, sich Anleihen aus dem angloamerikanischen Fachdiskurs zu holen. Der Verfasserin gelingt es, neue Denk- und Handlungsweisen betreffend des Umgangs mit Sterben, Tod und Verlust aufzuzeigen und Veränderungen in der Gestaltung der konkreten Unterrichtspraxis im Studium Soziale Arbeit anzuregen. Anerkennenswert ist, dass die Autorin auch kulturpsychologisch sensible Aspekte rund um das Thema der Sterblichkeit formuliert.

 

© pixabay 2019 / Foto: AxxLC; Portrait Johanna Hefel: privat