Industrielle Beziehungen ab jetzt mit 24-monatiger Open Access-Moving Wall

Open Access Schlüssel

Wir freuen uns, allen an den Themen Arbeit, Organisation und Management interessierten Leser*innen mitteilen zu können, dass die Zeitschrift Industrielle Beziehungen ab sofort mit einer 24-monatigen Open Access-Moving Wall online verfügbar ist.

Jede Ausgabe der Zeitschrift wird von uns 24 Monate nach Erscheinungsdatum auf unserer Zeitschriftenplattform Budrich Journals für den Open Access freigeschaltet.

Schauen Sie doch einfach mal in das Onlinearchiv der IndBez und stöbern Sie in den bereits frei geschalteten Ausgaben der Zeitschrift!

 

 

Die IndBez wird herausgegeben von PD Dr. Martin Behrens (Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf), Prof. Dr. Wenzel Matiaske (Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr), Prof. Dr. Werner Nienhüser (Universität Duisburg-Essen), Prof. Dr. Britta Rehder (Ruhr-Universität Bochum), Dr. Sophie Rosenbohm (Universität Duisburg-Essen), Prof. Dr. Carsten Wirth (Hochschule Darmstadt)

Industrielle Beziehungen sind jene Netzwerke, Institutionen und Systeme, in die die verschiedenen AkteurInnen der Arbeitswelt eingebunden sind und mit denen sie ihre wirtschaftlichen Austauschverhältnisse und sozialen Konfliktbeziehungen faktisch gestalten und normativ regeln.

Es reicht heute nicht mehr aus, diese AkteurInnen mit dem traditionellen dichotomischen Modell von Kapital und Arbeit zu beschreiben; ihre mannigfache Ausdifferenzierung in Rollen, Koalitionen und Organisationen sowie ihre zunehmende Interdependenz machen komplexere Analysekonzepte erforderlich.

In angelsächsischen Ländern konnten sich Industrial Relations schon früh als eigenständiges Wissenschafts- und Praxisgebiet etablieren. Im deutschen Sprachraum fand dieses Feld nur bei einem kleinen Kreis von Fachleuten aus unterschiedlichen Disziplinen Aufmerksamkeit, obwohl die deutsche institutionelle Lösung des industriellen Konflikts wegen seines Erfolgs in vielen Ländern mit großem Interesse studiert wurde.

In jüngster Zeit wird den industriellen Beziehungen auch in Deutschland größere Aufmerksamkeit gewidmet. Es sind vor allem die organisatorischen und technischen Umwälzungen in der Arbeitswelt und die politischen Veränderungen in Europa, die Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen vor neue Herausforderungen stellen. Die europäische Einigung provoziert den Vergleich der historisch herausgebildeten nationalen Systeme industrieller Beziehungen und wirft die Frage auf nach ihrer Leistungsfähigkeit für die Konflikt- und Problemverarbeitung in einer dynamischen, vom globalen Wettbewerb bestimmten Wirtschaft. Industrielle Beziehungen werden nunmehr auch als zentrale Aufgabe des Managements gesehen. Der Untertitel – Arbeit, Organisation und Management – trägt diesen Veränderungen Rechnung.

Die Zeitschrift will den genannten Wandel zum Thema machen und bietet allen an den industriellen Beziehungen Interessierten ein aktuelles Forum der Analyse und Diskussion.

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