Budrich-Autorin Heike Mauer erhält Wissenschaftspreis für Genderforschung

Mauer, Heike

Unsere Autorin Dr. Heike Mauer wurde für ihre Dissertation Intersektionalität und Gouvernementalität. Die Regierung von Prostitution in Luxemburg kürzlich mit dem Wissenschaftspreis für Genderforschung des Landes NRW ausgezeichnet. Wir freuen uns sehr und gratulieren herzlich!

 

Die Preisträgerin

Heike Mauer ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Koordinations- und Forschungsstelle des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW an der Universität Duisburg-Essen tätig. In ihren Arbeiten aus der politik- und sozialwissenschaftlichen Geschlechterforschung untersucht sie die politische Problematisierung und Regulierung gesellschaftlicher Phänomene sowie deren Aus- und Rückwirkungen auf die Gesellschaft.

 

Das Buch

Welche Machtlogiken wirken bei der Interpretation von Prostitution als Problem individueller moralischer Führung sowie als gesamtgesellschaftliches, politisches Problem? Heike Mauer verbindet in ihrer Dissertation zwei Schlüsselkonzepte aktueller politischer und feministischer Theorie – Intersektionalität und Gouvernementalität – mit der historischen Analyse der Problematisierung von Prostitution und ihren Regierungsweisen Anfang des 20. Jahrhunderts. Sie zeigt empirisch auf, dass verschiedene gesellschaftliche Gruppen jeweils spezifisch moralische Regierung erfahren haben und plädiert für ein politisches und prozessorientiertes Verständnis von Intersektionalität, um Mechanismen der Machtausübung erfassbar zu machen.

 

Der Preis

Der Wissenschaftspreis für Genderforschung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft Nordrhein-Westfalen wurde am 15. Januar 2020 erstmalig für herausragende Qualität und Originalität von  Forschungsarbeiten sowie das wissenschaftliche Potenzial der Preisträger*innen verliehen. Er ist mit insgesamt 75.000 EUR dotiert und wurde in diesem Jahr an Dr. Anna Sieben von der Ruhr-Universität Bochum (1. Preis, 50.000 EUR) und Dr. Heike Mauer von der Universität Duisburg-Essen (2. Preis, 25.000 EUR) vergeben. Die Preisgelder dienen der Fortführung der wissenschaftlichen Arbeiten. Der Wissenschaftspreis für Genderforschung wird künftig alle zwei Jahre verliehen und ab 2022 unter dem Namen Rita-Süssmuth-Forschungspreis fortgeführt.

 

Erschienen bei Budrich:

3D Cover Heike Mauer IntersektionalitätHeike Mauer: Intersektionalität und Gouvernementalität. Die Regierung von Prostitution in Luxemburg

 

 

© Foto: Heike Mauer