Hamburger Erklärung fordert bessere Lesebildung bei Kindern

Frau liest mit Kindern ein Buch

Knapp ein Fünftel der Zehnjährigen in Deutschland (18,9%) versteht einen gelesenen Text inhaltlich nicht, das ergab die internationale IGLU-Studie 2016 zur Untersuchung der Lesekompetenz von Grundschülern. Deutschland rutscht mit diesem Ergebnis auf Platz 21 ab und liegt somit unter dem EU-Durchschnitt. Die Hamburger Erklärung fordert nun eine starke Verbesserung der Leseförderung.

Lesen ebnet den Weg zu Bildung. Sieht man den prozentualen Anteil an Kindern, die einen gelesenen Text inhaltlich nicht erfassen können, muss man sich bewusst machen: Hinter dieser Ziffer steht eine hohe Zahl an Einzelschicksalen. Jedes dieser Kinder, dessen Lesekompetenz nicht ausreicht, wird später aller Wahrscheinlichkeit nach keinen qualifizierten Beruf erlernen können und auf staatliche Unterstützung angewiesen sein.

Konkrete Fördermaßnahmen

Die Hamburger Erklärung geht auf die Initiative von Hamburger Vertretern verschiedener Bildungsinstitutionen sowie Einzelunterzeichnern zurück und fordert sofortige Investitionen in die Bildungspolitik, um die Lesekompetenz von Kindern zu fördern. Unter anderem soll dies durch die Aufstockung der Mittel in den Haushalten, mehr Fördermaßnahmen in den Grundschulen und Bibliotheken sowie die Einstellung von mehr Grundschullehrern geschehen. Die Petition auf change.org, die in diesem Rahmen ins Leben gerufen wurde, hat aktuell (Stand: 20.12.2018) knapp 117.000 Unterzeichner. Am 6. Dezember 2018 wurde die Petition an die Bundesbildungsministerin Anja Karliczek und den Präsidenten der Kultusministerkonferenz übergeben, die Petition ist aber weiterhin zur Unterzeichnung offen.

 

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