5 Fragen an … Gunter Geiger

Buntstifte in einer Reihe

Unser Autor war so freundlich, unsere „5 Fragen …“ zu beantworten. Bevor wir in das Interview einsteigen, hier die Kurzvita in eigenen Worten:

Gunter Geiger 2017
© G. Geiger privat

Seit 2004 bin ich als Direktor und Leiter im Haus der Weiterbildung der Diözese Fulda, dem Bonifatiushaus, tätig. Meine Arbeit ist vielfältig und die Seminare, Tagungen, Symposien etc. sowie die behandelten Themen spannend. Manches davon kann ich publizieren, zuletzt: „Krieg und Menschenrechte – Perspektiven aus Völkerrecht, Erinnerungskultur und Bildung“ und „Menschenrechte in der Pflege – Ein interdisziplinärer Diskurs zwischen Freiheit und Sicherheit“.

1.     Welches ist die wichtigste Herausforderung für Ihren Fachbereich in den nächsten Jahren?

Da der politische wie gesellschaftliche Einfluss der Kirche schwindet, braucht es politische Bildung in kirchlicher Trägerschaft, um ethische und weltanschauliche Fragen zu diskutieren und unsere Grundwerte von Gerechtigkeit, Gemeinwohl, Subsidiarität und Solidarität in die Gesellschaft einzubringen.

 

2.     Warum sollte jemand unbedingt in Ihrem Forschungsbereich tätig werden?

Die Sensibilisierung für Demokratie und Partizipation ist eine der Herausforderungen der Bildungsarbeit, um auf die Risse in der Gesellschaft zu reagieren. Auch sehe ich die politische Bildung als besten Schutz vor der Ausbreitung von Rechts- und Linkspopulismus sowie religiösem Fanatismus.

 

3.     Warum haben Sie sich damals für Ihr Forschungsgebiet/Forschungsthema entschieden? Was motiviert Sie an Ihrem Forschungsthema ganz besonders?

Das Interesse an gesellschaftlichen und politischen Prozessen begeistert mich seit meiner Jugend. Die politische Bildung und insbesondere die Menschenrechte beschäftigen mich seit 2008, als ich mein erstes Buch zu einer Fachtagung anlässlich des 60. Jahrestages der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte publizierte: „Internationaler Schutz der Menschenrechte – Stand und Perspektiven im 21. Jahrhundert“. Natürlich bei Barbara Budrich und immer noch aktuell.

 

4.     Welches Buch hat Sie persönlich am meisten geprägt?

„Der Fänger im Roggen“ – Salingers großer Roman, der für mich unendlich mehr als nur ein Buch ist, sondern ein Leseabenteuer, Identifikationsobjekt und nun – wo meine beiden Kinder in dem Alter sind, wie der junge Holden – Ratgeber und Erklärungshilfe …

 

5.     Ich bin Autor bei Budrich, weil …

… die Zusammenarbeit professionell und angenehm ist. Weil die thematischen Schwerpunkte attraktiv sind und meine Publikationen dort gut hineinpassen. Aber hauptsächlich, weil Frau Budrich und alle Mitarbeiter*innen immer freundlich sind und eine persönliche Betreuung stattfindet!

Im September 2018 erschien im Verlag Barbara Budrich von Gunter Geiger Krieg und Menschenrechte.

 

 

Zuletzt bei Budrich:

Geiger, Gunter/Schily, Daniela (Hg.) (2018): Krieg und Menschenrechte. Perspektiven aus Völkerrecht, Erinnerungskultur und Bildung. Opladen: Verlag Barbara Budrich.

Bonacker, Marco/Geiger, Gunter (Hg.) (2018): Menschenrechte in der Pflege. Ein interdisziplinärer Diskurs zwischen Freiheit und Sicherheit. Opladen: Verlag Barbara Budrich.

 

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