Universität Duisburg-Essen für Open Access

Dorothee Graf (UDE), Projektleiterin OGeSoMo

Die Universität Duisburg-Essen (UDE) möchte Open Access für die Geistes- und Gesellschaftswissenschaften fördern und hat, gemeinsam mit ausgewählten einschlägigen Verlagen (darunter auch der Verlag Barbara Budrich und Budrich UniPress) das Projekt OGeSoMo (Open Access in den Geistes- und Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Monografien) auf den Weg gebracht. Das Bundesforschungsministerium hat es als eines von 20 innovativen Vorhaben für seine neue Förderinitiative ausgewählt.*

Das zweijährige Projekt wird von der Uni-Bibliothek der UDE geleitet. Die in den Partnerverlagen erschienenen Bücher von UDE-Autoren werden zunächst als Open Access veröffentlicht, damit das Team um Projektleiterin Dorothee Graf dann den Markt analysieren kann:

„Uns interessiert, wie die Verkaufszahlen sind. Brechen sie ein, wenn es eine freie digitale Version gibt? Oder führt dieses zusätzliche Angebot eher dazu, dass die betreffende Forschungsliteratur mehr genutzt, wahrgenommen und häufiger zitiert wird?“, beschreibt Graf die wichtigsten Punkte. „Für die Germanistik untersuchen wir außerdem exemplarisch, wie sich in den letzten zehn Jahren das Verhältnis zwischen gedruckten und digitalen wissenschaftlichen Texten verändert hat, welche Potenziale Open-Access-Dokumente in der Lehre bieten und was sie etwa beim E-Learning den Studierenden bringen.“

Mit den gewonnenen Erkenntnissen und daraus resultierenden Angeboten will  Frau Graf mit ihrem Team auf bessere Information und Beratung im Bereich Sozial- und Geisteswissenschaften mit Blick auf Open Access setzen. Sämtliche Ergebnisse wird die Uni-Bibliothek aber nicht nur für sich behalten, sondern allen Hochschulen zugänglich machen – getreu dem Motto: staatlich gefördertes Wissen kostenlos zugänglich machen.

*OGeSoMo wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung für zwei Jahre mit 300.000 Euro gefördert.

Foto: (c) UDE